Fußball-Talks unter der Lupe: ZDF-Sportstudio Max Eberl stellt Zusammenarbeit mit Dieter Hecking in Frage

Von Jacob Alschner

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Zu Gast im Aktuellen Sportstudio im ZDF: Der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach, Max Eberl, im Gespräch mit Jochen Breyer. Foto: imago/Martin HoffmannZu Gast im Aktuellen Sportstudio im ZDF: Der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach, Max Eberl, im Gespräch mit Jochen Breyer. Foto: imago/Martin Hoffmann

Osnabrück. Alle Jahre wieder: der FC Bayern ist Deutscher Meister und das zum 28. Mal. Passend dazu hatte Jochen Breyer am Samstagabend den ehemaligen Bayern-Spieler und heutigen Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach, Max Eberl, im Sportstudio zu Gast. Zu besprechen gab es neben der entschiedenen Meisterschaft aber mehr zur „Fohlenelf“ und deren Zukunft.

„Ich glaube, dass Bayern sich auf dieses Niveau hochgearbeitet hat und auch diese Meisterschaft verdient ist“, gab Eberl zu Beginn der Sendung zu. Der Gladbacher hatte alle Jugendmannschaften beim FCB durchlaufen und zeigte sich auch heute noch als Sympathisant der Bayern, wenn es nicht um seine Borussia gehe. Allerdings sei es keine Selbstverständlichkeit, dass die Bayern auch in den nächsten Jahren ein Abo auf den Titel hätten. „Der Kader der Bayern ist nicht der jüngste, was mit Manuel Neuer und seinem Fuß passiert ist offen und auch der Trainer wird ab Sommer ein Neuer sein. Wer weiß, ob da nicht auch mal etwas schiefläuft.“

Das Beste für den Verein

Die Gladbacher hatten am Samstag Hertha BSC glücklich mit 2:1 geschlagen. Den Blick gerichtet auf die Situation im eigenen Verein, der sowohl sportlich als auch tabellarisch in dieser Saison bisher wenig überzeugt, schlug Eberl auch selbstkritische Töne an: „Wir haben sehr, sehr glücklich gewonnen. Das war ideen- und planlos. Aber auf der anderen Seite habe ich eine Mannschaft gesehen, die sich mit viel Glück und Mühen den Sieg erarbeitet hat.“

Für etwaige Unzufriedenheit der Fans, dass die Borussia sich mit der Qualifikation für die internationalen Wettbewerbe so schwer tue, zeigte er aber wenig Verständnis. „Wir müssen jedes Jahr neue Spieler holen und alte ersetzen. Seit fünf Jahren haben wir das Glück, durch einen guten Kader, gute Trainer und gute Entscheidungen endlich wieder international spielen konnten. In den 00er Jahren haben wir durchweg in der zweiten Liga oder im Abstiegskampf gespielt. Diese Saison ist halt nicht so gut und deswegen stehen wir auf Platz 8.“

Das Beste für den Verein

Ob die Zusammenarbeit mit dem aktuellen Trainer Dieter Hecking über die nächste Saison hinaus verlängert würde, sei auch deshalb noch offen. Eberl werde sich im Sommer mit Hecking „hinsetzen, die Saison analysieren und entscheiden, was zu tun ist. Entweder wir verlängern, oder eben nicht. Wichtig ist uns, dass wir die richtige Entscheidung für den Verein finden.“ Hecking hatte sich in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Kritik anhören müssen, da er die Mannschaft nicht weiterentwickele.


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