Fußball-Talks unter der Lupe: Zeiglers wunderbare… Zeigler zeigt Verständnis für die Entgleisung von Christian Streich

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Auf Krawall gebürstet: Der Freiburger Trainer Christian Streich attackiert den Schiedsrichter Tobias Stieler – für diesen Ausraster musste er auf die Tribüne. Foto: WittersAuf Krawall gebürstet: Der Freiburger Trainer Christian Streich attackiert den Schiedsrichter Tobias Stieler – für diesen Ausraster musste er auf die Tribüne. Foto: Witters

Bremen. In seiner „Wunderbaren Welt des Fußballs“ behandelte Arnd Zeigler mal wieder das Thema Videobeweis, sprach über das Topspiel Bayern gegen Dortmund und den potenziellen neuen Trainer des Rekordmeisters.

Für besonderen Gesprächsstoff sorgte allerdings Christian Streichs verbale Auseinandersetzung mit Schiedsrichter Tobias Stieler bei der Freiburger Niederlage auf Schalke.

Erinnerungen an die Gesichtsentgleisung von Klopp

Fußballtrainer sind dafür bekannt am Spielfeldrand auch gerne man wild gestikulierend mit dem Schiedsrichter zu hadern. In der jüngeren Vergangenheit blieb vor allem Jürgen Klopps Gesichtsentgleisung beim Champions League-Gruppenspiel 2013 in Neapel in Erinnerung.

Platzverweis für Freiburgs Petersen löst Eklat aus

Sein Kollege Christian Streich ist zwar bislang noch nicht als Parodist in Erscheinung getreten, am Wochenende kam sein Gesichtsausdruck dem von Klopp anno 2013 allerdings schon sehr nahe. Grund dafür war eine gelb-rote Karte für Freiburgs Kapitän Nils Petersen, der sich bei der 0:2-Niederlage auf Schalke über einen Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Tobias Stieler so aufregte, dass er binnen kürzester Zeit zwei Verwarnungen erhielt und des Platzes verwiesen wurde.

„Ich habe nicht überreagiert, sondern nur ein Schimpfwort benutzt“

Streich war mit der Entscheidung allerdings alles andere als zufrieden, laut ihm habe sein Stürmer die erste gelbe Karte nicht sehen können, weil er mit dem Rücken zum Schiedsrichter stand. Seinen Unmut äußerte Streich dann in einem Wortgefecht mit dem Unparteiischen, in der Streich laut eigener Aussage nicht überregiert, sondern lediglich ein Schimpfwort benutzt habe – das Spiel musste er anschließend dennoch von der Tribüne aus verfolgen.

Arnd Zeigler: Ich bin froh, dass er keine Schusswaffe dabei hatte

Arnd Zeigler kommentierte die Szene so: „Wir kennen Streich erregt und gestikulierend, aber so in dieser Vollkommenheit haben wir das noch nirgendwo gesehen. Das ist eine Szene, in der man froh ist, dass Streich keine Schusswaffen dabei hatte.“

Bereits am 10. Spieltag dieser Saison waren Streich und Stieler aneinander geraten, als der Schiedsrichter Freiburgs Verteidiger Caglar Söyüncü nach zehn Minuten und einem vermeintlichen Handspiel des Feldes verwies. Wie auch gegen Schalke erholte sich der Sportclub von dieser Dezimierung nicht und verlor 0:3.

Christian Streich kontra Tobias Stieler – schon zum zweiten Mal

Auch Streich schien diesen Vorfall nicht vergessen zu haben: „Es ist so entschieden worden, wie es entschieden worden ist und Schalke hat gewonnen. Ich habe gedacht, das sei überstanden. Aber heute wurde fortgesetzt, was in Stuttgart passiert ist“, sagte der Freiburger Übungsleiter auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Zeigler zeigte Verständnis für Streichs Entgleisung und verwies ebenfalls auf die Geschehnisse der Vergangenheit: „Das sind Entscheidungen, die summiert das Klassenziel des SC Freiburg massiv beeinflussen können. Und dann darf man so aussehen, wie Christian Streich nun mal ausgesehen hat nach dieser Szene.“


Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs.

Jeden Sonntag ab 22.15 Uhr (kann abweichen) im WDR-Fernsehen. Moderator: Arnd Zeigler. Zu sehen auch im Internet in der WDR-Mediathek und auf dem YouTube-Kanal der Sendung.

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