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30.03.2018, 21:56 Uhr SIGNAL AN FC BAYERN MÜNCHEN

Sammer kehrt zurück: BVB sucht Streit – und zwar konstruktiven

Von Susanne Fetter


Wieder versöhnt: BVB-Boss Hans-Joachim Watzke und Matthias Sammer im Sommer 2017. Foto: imago/DeFodiWieder versöhnt: BVB-Boss Hans-Joachim Watzke und Matthias Sammer im Sommer 2017. Foto: imago/DeFodi

Osnabrück. Borussia Dortmund sucht Streit – und zwar bewusst. Matthias Sammer soll zum BVB zurückkehren und dort als externer Berater fungieren. Seine Aufgabe: In Gesprächsrunden soll er mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc auch einmal „unbequem“ diskutieren. Das ist auch ein Signal an den FC Bayern.

Der Coup ist gelungen. Ausgerechnet vor dem Duell mit dem Branchengiganten setzt BVB-Boss Hans-Joachim Watzke einen Nadelstich, der dem FC Bayern in den nächsten Jahren noch einmal mächtig wehtun könnte. Matthias Sammer kehrt zurück zu Borussia Dortmund.

Als Spieler gewann er mit dem BVB zwei Meisterschaften, als Trainer holte er 2002 den Titel. Später ging Sammer zu den Bayern. Vier Jahre lang krachte es zwischen ihm und dem BVB. Erst im letzten Sommer gab es die Versöhnung.

Weiterlesen: Sammer wird BVB-Berater, wird Kehl sportlicher Leiter?

Die Rückkehr zu der Wirkungsstätte, an der Sammer seine erfolgreichste Zeit hatte, ist daher spektakulär. Auch wenn er „nur“ als externer Berater fungieren soll. Denn obwohl Sammer, Spitzname „Motzki“, von sich selbst sagt, dass er mit dem Alter ruhiger geworden sei, für kuschelige Kamingespräche wird er wohl nie der Typ. Die könnten Watzke und Sportdirektor Michael Zorc wohl besser alleine haben.

Zu viel Harmonie? Watzke und Zorc suchen Streit

Seit Jahren harmonieren die beiden wie ein altes Ehepaar. Das will nun wieder etwas Würze in ihre Beziehung bringen – künftig gerne auch mal „unbequem“ diskutieren.

BVB stellt Weichen für die Zukunft

Während die Bayern sich gerade mit Thomas Tuchel einen anderen ehemaligen Dortmunder Querdenker durch die Lappen haben gehen lassen und vor einer ungelösten Trainerfrage stehen, stellt der BVB die Weichen auf Zukunft. Und zwar rasant. Noch im April soll auch die Frage nach dem Chefcoach gelöst sein. Falls Stöger nicht bleibt, dürfte Sammer sicher einen Vorschlag haben – vielleicht ja sogar sich selbst?


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