Fußball-Talks unter der Lupe: Sky90 – Die Kia Fußballdebatte Ex-Keeper Uli Stein: Der HSV ist der größte Witz-Verein der Nation!

Von Fabian Pieper

Enttäuschte Gesichter nach der erneuten Niederlage des HSV am Wochenende. Foto: imago/MISEnttäuschte Gesichter nach der erneuten Niederlage des HSV am Wochenende. Foto: imago/MIS

Osnabrück. Der Abstieg des Hamburger SV ist nur noch rechnerisch zu vermeiden, daher geht der Blick der Experten einmal mehr auf die Gründe dafür. Außerdem im Fokus: Die Trainerfrage bei den Bayern und die Nationalmannschaft 2018.

Unter den physisch anwesenden Talkgästen waren an diesem Montagabend die Journalisten in der Überzahl: Neben Moderator Patrick Wasserziehr gaben sich Kommentator Kai Dittmann und BILD-Sportchef Alfred Draxler die Ehre. Daneben gaben Ex-Profi Christian Ziege, der verspätet hinzustoßende Ewald Lienen, sowie der zugeschaltete Ex-HSV-Keeper Uli Stein ihre Einschätzungen zum Besten – zunächst wieder einmal zum Hamburger SV.

Stein geht hart ins Gericht

Dort rumort es nun auch nach außen getragen im Mannschaftsgefüge, wie von Kyriakos Papadopoulos demonstriert, der öffentlich auf seine Nichtberücksichtigung für den Kader des letzten Wochenendes reagiert hat. Kai Dittmann dazu: „Das ist in höchstem Maße unprofessionell!“ Alfred Draxler sah darin eine weitere „klassische Zerfallserscheinung“ beim HSV. Am deutlichsten wurde Uli Stein, der mit seinen 228 Einsätzen für den Hamburger SV eine klare Meinung hatte. Zum erneuten Trainerwechsel hin zum Neuling Christian Titz sagte er: „Es hätte keinen Sinn gemacht, einen anderen Trainer zu holen, der sich dann seinen Namen kaputtgemacht hätte“, denn: „Der HSV ist eh nicht mehr zu retten!“ Für ihn sei der Trainerwechsel jedoch eine „Alibi-Entscheidung“, vergleichbar mit der Beförderung von Joe Zinnbauer 2014. Sein Gesamturteil: „Der HSV ist der größte Witz-Verein der Nation!“

Bleibt Jupp Heynckes dem FC Bayern erhalten?

Weiter zum Trainerkarussell in der Bundesliga, dessen Drehmoment vor allem durch Jupp Heynckes bestimmt wird, der weiterhin um seine Zukunft schweigt. Christian Ziege ist sich sicher, dass Heynckes nach der Saison aufhört: „Ich würde meinen, er gönnt sich die Ruhe.“ Doch während Dittmann die Vermutung äußert, dass Heynckes sich vielleicht selber noch nicht entschieden habe, um so die Spannung bei sich selber für die Saison hochzuhalten, tendierte Ziege eher dazu, dass intern die Entscheidung bereits steht. Draxler geht sogar noch einen Schritt weiter und glaubt, dass Tuchel im Sommer übernimmt.

Warum Ewald Lienen Manuel Neuer nicht mit zur WM nehmen würde

Ähnlich undurchsichtig präsentiert sich die Lage beim BVB, wo Peter Stöger nur bis Saisonende unter Vertrag steht. Hier ist sich die Runde einig, dass Stöger sehr gute Arbeit leiste; fraglich allerdings, ob es auch über die Saison hinaus reichen würde. Zum Schluss ging der Blick noch zur im Sommer stattfindenden Weltmeisterschaft und dem Kader von Joachim Löw. Besonders im Sturm wären mehrere Optionen denkbar, für Lienen steht jedoch fest: „Gomez, Wagner und Werner – ich würde alle drei mitnehmen!“ Nur einen würde er zu Hause lassen: Torhüter Manuel Neuer, da es ein zu großes Risiko für die Mannschaft sei, einen lange verletzten Torhüter ohne Wettkampfpraxis zwischen die Pfosten zu stellen. Eine unpopuläre Entscheidung von Lienen also.

(Weiterlesen: Experten glauben an die WM-Nominierung von Mario Gomez)


Sky90 – Die Kia Fussballdebatte

Jeden Montag ab 22.30 Uhr auf Sky Sport Bundesliga 1. Moderator: Patrick Wasserziehr.