Fussball-Talks unter der Lupe: Der Kicker.tv Talk Experten glauben an die WM-Nominierung von Mario Gomez

Von Fabian Pieper

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Zwei Tore beim Derby in Freiburg: Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw empfahl sich Mario Gomez für einen Platz im WM-Kader. Foto: dpaZwei Tore beim Derby in Freiburg: Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw empfahl sich Mario Gomez für einen Platz im WM-Kader. Foto: dpa

Osnabrück. Ein gut aufgelegter Mario Gomez, eine blutleere Dortmunder Borussia und die Folgen eines Bundesligaabstiegs eines großen Vereins standen im Blickpunkt der Diskussionen beim Kicker.tvTalk auf Eurosport. Neben Moderator Wolfgang Nadvornik gaben die derzeit vereinslosen Trainer Jens Keller (u.a. Union Berlin, Schalke 04) und Thorsten Fink (u.a. HSV), der ehemalige Bundesligatorschützenkönig Giovane Elber, Kommentator Fritz von Thurn und Taxis und Kicker-Redakteur Thiemo Müller ihre Einschätzungen ab.

Mario Gomez zur WM?

Mit Mario Gomez im Fokus begann die Talkrunde, die sich von dessen Leistungen beeindruckt zeigte. Beim 2:1 gegen den SC Freiburg erzielte der Stürmer beide Stuttgarter Treffer. Kein Wunder, dass Gomez von den Talkgästen wieder mit einem Platz im Kader für die kommende Weltmeisterschaft in Verbindung gebracht wurde: „Ich glaube, er hat einen kleinen Vorteil gegenüber Wagner“, formulierte Fritz von Thurn und Taxis, während Thiemo Müller konkretisierte: „Ich glaube, Mario Gomez hat ein höheres Standing bei Joachim Löw. Man hat immer wieder gesehen, dass Löw auf die Leute setzt, die er kennt.“

Kritik am Europa League-Auftritt des BVB

Beim Blick auf die Champions League-Auslosung des FC Bayern gegen den FC Sevilla sahen die Anwesenden eine machbare Pflichtaufgabe (Elber: „Da muss man durch!“). Der anschließend zugeschaltete Matthias Sammer, Ex-Sportdirekter der Münchner, sah vor allem in der Defensive große Vorteile gegenüber der starken Konkurrenz um den Titel aus Barcelona, Madrid und Manchester. Weniger erfreulich sei das Ausscheiden der Dortmunder aus der Europa League. Nach trostloser Leistung in beiden Spielen gegen Red Bull Salzburg (1:2, 0:0) hatte Müller wenig Verständnis für den Auftritt des BVB übrig: „Unerklärlich, dass man zum jetzigen Zeitpunkt des Wettbewerbs diesen immer noch nicht richtig ernst nimmt!“ Fritz von Thurn und Taxis bemängelte ebenfalls die Einstellung: „Bürki war der stärkste Mann in einer Mannschaft, die mindestens zwei Tore schießen musste!“, und schob noch hinterher: „Das war ein Armutszeugnis!“

Fink: Deswegen hat es damals nicht gereicht für mich

Beim obligatorischen HSV-Block ließ Ex-HSV-Coach Thorsten Fink tief blicken: „Der Verein wollte in die Europa League, das hat man damals nicht geschafft. Deswegen hat es damals nicht gereicht für mich.“ Im Sommer 2012 verpasste Fink nur knapp die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb und musste nach einem Fehlstart in der Folgesaison seinen Platz räumen. Müller glaubte nicht an eine Wende, trotz eines neuen Trainers Christian Titz: „Titz hat zwar einen Plan vom Fußball, der aber allem widerspricht, was der HSV bis jetzt gespielt hat.“ Jens Keller, der sich gemeinsam mit Fink um eine Antwort auf die Frage, ob sie den HSV in der 2. Bundesliga trainieren würden, drückte, hatte für die Hanseaten noch einen wichtigen Tipp für das erfolgreiche Auftreten: „Es ist wichtig, dass man die 2. Bundesliga mit Demut angeht.“


kicker.tv Talk

Jeden Freitag ab 22.45 Uhr auf Eurosport 1. Moderator: Wolfgang Nadvornik. Zu sehen auch im Internet (kicker.de) und anschließend in der Mediathek.

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