Die Schiedsrichter-Liga Alle Infos zu den Unparteiischen auf dem Fußballplatz

Von dpa

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Schiedsrichter sind nicht die beliebtesten auf dem Fußballplatz. Foto: dpaSchiedsrichter sind nicht die beliebtesten auf dem Fußballplatz. Foto: dpa

Bremen/Frankfurt/Main. Schiedsrichter haben es nicht leicht. Im Spiel werden sie häufig angefeindet. Gibt es keine Kritik, ist das meist wie ein großes Lob. Doch auch der Weg in die Bundesliga ist schwierig: Die Unparteiischen haben viel Konkurrenz. Hintergründe zum Schiedsrichterwesen in Deutschland.

Zehntausende Schiedsrichter und eine kleine Elite:

Dem DFB zufolge sind wöchentlich rund 75000 Schiedsrichter im Einsatz. Sie leiten insgesamt 1,5 Millionen Fußballspiele jedes Jahr. An der Spitze der Pyramide sind ganz weniger Referees: In den beiden Bundesligen werden derzeit 44 Schiedsrichter plus Assistenten eingesetzt. Im Kader für die 3. Liga stehen 22 Unparteiische.

Auch Schiedsrichter steigen auf – oder ab:

Ähnlich wie die Fußballteams können die Schiedsrichter auf- und absteigen. Darüber entscheiden die jeweils zuständigen Ausschüsse. Als Grundlage dienen Bewertungen, welche Beobachter erstellen. Ab der Regionalliga werden Schiedsrichter in jedem Spiel bewertet. Der DFB kümmert sich bei Männern und Frauen um die Schiedsrichter der 1. sowie 2. Bundesliga, zudem in der 3. Liga der Männer und in den Junioren-Bundesligen. Vorsitzender der Schiedsrichterkommission Elite ist der frühere FIFA-Referee Lutz Michael Fröhlich.

Auch beim Geld gibt es eine Pyramide:

Das Honorar der Bundesliga-Schiedsrichter wurde im vergangenen Sommer angehoben: Es stieg von 3800 auf 5000 Euro für einen Erstliga-Einsatz, die Assistenten bekommen 2500 Euro und der Vierte Offizielle sowie der Videoassistent 1250 Euro. Zudem erhalten Schiedsrichter und Assistenten einen jährlichen Grundbeitrag, der je nach Spielklasse und Erfahrung schwankt. Ein FIFA-Schiedsrichter kann bis zu 79000 Euro im Jahr kassieren, das ist das Maximum.

Danach geht es steil bergab: Für einen Einsatz bei einem Spiel der Regionalliga Nord beispielsweise bekommt ein Schiedsrichter 200 Euro, Assistenten halb so viel. Dazu gibt 30 Cent für jeden Anfahrtskilometer. In der Kreisklasse, beispielsweise im Niedersächsischen Fußballverband, gibt es 20 Euro je Einsatz.


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