Fussball-Talks unter der Lupe: Doppelpass auf Sport1 Hamburger SV bestätigt: Verein plant für die 2. Bundesliga

Von Fabian Pieper

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Der HSV geht zu Boden: Mainz Jean Philippe Gbamin im Zweikampf mit Filip Kostic. Foto: imago/Jan HuebnerDer HSV geht zu Boden: Mainz Jean Philippe Gbamin im Zweikampf mit Filip Kostic. Foto: imago/Jan Huebner

Osnabrück. Die immer aussichtsloser werdende Lage beim Hamburger Sportverein und der weiterhin umstrittene Videobeweis, der auch bei der WM im kommenden Sommer für (Un-)Klarheit sorgen könnte, waren am Sonntagvormittag Themen beim Sport1-Doppelpass.

Hierfür konnte Moderator Thomas Helmer auf die Meinungen und Erfahrungen von Ex-Kommentator Marcel Reif, den beiden Ex-Profis Simon Rolfes und Mario Basler, Ex-Schiedsrichter Bernd Heynemann, Ex-HSV-Präsident Carl-Edgar Jarchow, BILD-Journalist Jochen Coenen und Heiko Ostendorp vom RedaktionsNetzwerk Deutschland bauen.

Zweitligalizenz des HSV nicht in Gefahr

Nach dem Hamburger Offenbarungseid beim 0:0 im Heimspiel gegen Mainz 05 (Jarchow: „Es war deprimierend!“) ist sich die Runde einig: Der HSV ist nicht mehr zu retten. Um eine persönliche Schelte von Mario Basler kam vor allem Filip Kostic, der einen Elfmeter verschoss, nicht herum: „Bis auf Jochen Coenen hätten wir alle aus dieser Runde den Elfmeter gehalten. Erbärmlich!“ Coenen ergänzte seinerseits, dass beim HSV alles, außer den Gehältern, maximal Mittelmaß sei, während Heiko Ostendorp vor allem den Hang der Hamburger zu Rückholaktionen auf allen Positionen, wie jetzt sogar mit Präsident Bernd Hoffmann, kritisierte. Im Laufe der Sendung erreichte die Runde dann auch noch die Meldung, dass der HSV bestätigt habe, dass der Verein offiziell für die 2. Bundesliga plane, die Lizenz allerdings auch im Abstiegsfall nicht in Gefahr sei.

Videobeweis als Werbemaßnahme?

Im Anschluss standen Borussia Dortmund und Marco Reus im Fokus der Runde. Marcel Reif („Der BVB ist ein Verkäuferverein“) plädierte für eine baldige Entscheidung über die Zukunft des genesenen Reus, dessen Vertrag im Sommer 2019 ausläuft. Damit gelang der Übergang zum nächsten Themenblock, dem Videobeweis, spielend, da der von Reus am Vortag erzielte Treffer gegen Leipzig aus einer knappen Abseitsposition heraus zustande kam. Ostendorp und Simon Rolfes nahmen das Schiedsrichtergespann aufgrund des knappen Abseits in Schutz, erfuhren jedoch Gegenwind vom Rest der Runde, der sich einig war: Das war eine klare Fehlentscheidung.

Kein Blatt vor den Mund nahmen anschließend Bernd Heynemann („Die WM ist kein Spielball für sowas“) und Jochen Coenen, der die bevorstehende Beschließung über einen Einsatz des Videobeweises bei WM stark kritisierte, da er hier vor allem wirtschaftliche Interessen gedeckte sehe: „Dann kann man während der Unterbrechungen Werbepausen machen.“

Streich, Lewandowski und der FC Bayern

Ein kolpotiertes Interesse des FC Bayern am Freiburger Trainer Christian Streich wurde von der Runde schnell abgebügelt (Reif: „Streich ist dort, wo er jetzt ist, glücklich“). Im Fall Robert Lewandowski, der mit einem Wechsel zu Real Madrid in Verbindung gebracht wird, fehlte Simon Rolfes ein klares Bekenntnis des Polen zu seinem Vertrag und zum FC Bayern, ehe Marcel Reif mit dem Rausschmeißer konterte: „Ein paar Optionen darf sich jeder offenhalten!“


Doppelpass

Jeden Sonntag ab 11 Uhr auf Sport1. Moderator: Thomas Helmer. Zu sehen auch im Internet via Stream und bei Facebook, im Nachgang in Auszügen in der Mediathek auf sport1.de.

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