Aufstieg in die 3. Liga? KFC Uerdingen peilt Rückkehr in den Profifußball an

Von dpa

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Die Krefelder wollen wieder zurück zum Profifußball. Foto: Manfred MrugallaDie Krefelder wollen wieder zurück zum Profifußball. Foto: Manfred Mrugalla

Krefeld. Mit der Verpflichtung von Angreifer Beister will der KFC Uerdingen den Drittliga-Aufstieg perfekt machen. Der russische Präsident Ponomarew nimmt noch höhere Ziele ins Visier.

Der KFC Uerdingen will sich auf dem Weg zurück in den Profifußball nicht aufhalten lassen. „In der Hinrunde haben wir einen guten Job gemacht, jetzt will ich mit dem Verein das Maximum erreichen“, sagte KFC-Trainer Michael Wiesinger. Vor dem Auftakt des zweiten Saisonabschnitts in der Regionalliga West, in den die Uerdinger am Samstag (17.00 Uhr) mit dem Nachholspiel gegen den FC Wegberg-Beeck starten, gilt der Krefelder Club als Favorit auf den Meistertitel.

Der KFC kommt als Tabellenzweiter punktgleich mit Spitzenreiter Viktoria Köln aus der Winterpause der viertklassigen Liga und unterstrich seine Ambitionen im Januar durch die Verpflichtung des früheren Bundesliga-Angreifers Maximilian Beister. „Ich will den Verein voranbringen“, erklärte der 27 Jahre alte Beister, der schon in der deutschen Juniorenauswahl und unter anderem für den Erstligisten Hamburger SV aktiv war.

Durchmarsch geplant

Der KFC, der unter seinem vorherigen Vereinsnamen Bayer Uerdingen 1985 den DFB-Pokal gewann, hatte erst im vergangenen Mai die Rückkehr in die Regionalliga feiern können. Mit Beister und weiteren Ex-Profis wie Christopher Schorsch, Marcel Reichwein oder Keeper René Vollath wird jetzt der Durchmarsch angepeilt.

Bemerkenswert: Bis 1996 spielte Uerdingen in der Bundesliga, musste anschließend aber einige Abstiege verkraften und geriet nach der Abkoppelung vom Hauptsponsor Bayer derart in finanzielle Schieflage, dass zwischenzeitlich der Konkurs drohte. Für Aufsehen sorgten die Krefelder in den zurückliegenden Jahren eher durch die Verpflichtung des früheren Bundesligastars Ailton für Spiele in der 6. Liga. Der spektakuläre Coup war sportlich zwar ein Flop, doch dafür wurden im Frühjahr 2010 rund 800 Trikots mit dem Namenszug des Brasilianers verkauft.

3. Liga nur Zwischenstation

Möglich macht den aktuellen Aufwärtstrend Präsident und Investor Michail Ponomarew. Für den russischen Unternehmer, der früher den Eishockeyclub Düsseldorfer EG und die englischen Fußballer des AFC Bournemouth unterstützte, soll die 3. Liga nur eine Zwischenstation sein. „Es ist mein Ziel, den Verein profitabel zu machen. Das kann er aber nicht in der vierten und auch nicht in der dritten Liga, sondern nur in der zweiten oder ersten Liga“, sagte Ponomarew der „Rheinischen Post“.

Seit 2016 steht der 43-Jährige an der Spitze des Vereins. „Mit unserem Budget und dem zusätzlichen Fernsehgeld lägen wir bereits im Mittelfeld der 3. Liga. Wirtschaftlich gilt: Je eher wir jetzt aufsteigen, desto besser“, erklärte der Russe der „Westdeutschen Zeitung“.

Spiel um Titel in der West-Staffel

Nur der Meister der West-Staffel qualifiziert sich für die beiden Relegationspartien um den Drittliga-Aufstieg im Mai gegen einen Vertreter aus einer der vier weiteren Regionalligen. Damit will sich Wiesinger aber noch nicht befassen. „Wir müssen demütig bleiben, uns wird nichts in den Schoß fallen“, meinte der Coach, der schon den 1. FC Nürnberg in der Bundesliga trainierte.

Im Niederrheinpokal kassierte der KFC am vergangenen Wochenende eine 0:2-Pleite gegen den Liga-Rivalen RW Oberhausen. Im Blickpunkt der Krefelder steht jetzt das Fernduell mit dem Vorjahresmeister Viktoria Köln um den Titel in der West-Staffel. Beide Teams weisen nach 19 Partien 39 Punkte auf.


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