Spielideen für Kinder So beschäftigen Sie die lieben Kleinen an den freien Tagen

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Was tun mit den Kindern, bevor bei allen die Nerven blank liegen? Foto: imago/Westend61Was tun mit den Kindern, bevor bei allen die Nerven blank liegen? Foto: imago/Westend61

Hamburg. Das Wetter ist mies und die ersten Geschenke sind durchgespielt? Diese Beschäftigungs-Tipps helfen gegen den Budenkoller.

Zeit mit der Familie ist ein zweischneidiges Schwert: Viele Menschen sehnen sich danach, über die Feiertage endlich mehr Zeit mit ihren Liebsten zu verbringen. Doch das traute Miteinander kann zur chaotischen Zerreißprobe für die Nerven werden, insbesondere wenn die Kinder nach Tagen des Aufeinanderhockens mit der Verwandtschaft anfangen, sich zu langweilen. Bevor Ihre lieben Kleinen Sie mit schlechter Laune oder grobem Unfug in den Wahnsinn treiben, haben wir hier ein paar hoffentlich nervenschonende Tipps:

Ideen ab dem Kleinkindalter

  • Eine Höhle bauen

Mit einer Decke überm Küchen- oder Wohnzimmertisch, im Bett mit Decken und Kissen oder in einem großen Pappkarton, der von der Bescherung übrig geblieben ist: Höhlen lassen sich mit vielen Utensilien bauen. Und in ihnen lässt sich hervorragend kuscheln, toben, im Schein einer kleinen Lampe vorlesen, picknicken oder sich verstecken.

Vorlesezeit in der Höhle. Foto: imago/Westend61
  • Fahrzeuge aus Karton

Aus einem großen Karton lässt sich natürlich nicht nur eine Höhle, eine Ritterburg oder ein Haus bauen: Er lässt sich mit etwas Fantasie auch prima zum Auto, Schiff oder Flugzeug umfunktionieren. Am meisten Spaß macht das natürlich, wenn jemand anschiebt oder mit einem Seil das Gefährt zieht.

  • Spiele mit Klopapierrollen
Leere Klopapierrollen gibt es zwangsläufig in jedem Haushalt, auch bei Oma und Opa oder Onkel und Tante – zum Glück, denn mit ihnen lassen sich verschiedenste Dinge anstellen: In Kombination mit einem Band lässt sich schnell ein Fädelspiel für kleine Kinder zaubern und mit etwas Klebeband und einer glatten Wand oder Fläche wird aus ein paar Papprollen eine Murmelbahn. Vorsicht ist natürlich geboten, damit ganz kleine Kinder sich nicht mit dem Band erdrosseln oder an einer Murmel ersticken. Wer ganz ambitioniert ist, kann seine Klopapierkreationen auch anmalen. Und wenn die Rollen noch nicht leer sind, ist das nur der Anlass für ein weiteres Spiel: Mumienwickeln.
  • Kartoffelstempel

Für ganz kleinen Kinder zwischen einem und drei Jahren sind viele Basteleien noch zu schwierig. Aber es gibt ein paar Dinge, die auch in diesem Alter schon Spaß machen können. Ein Klassiker, der fast überall zu realisieren ist: Der Kartoffelstempel. Dazu braucht es lediglich eine halbierte Kartoffel, in die ein Erwachsener ein Motiv geschnitzt hat, etwas Farbe und ein zu bestempelndes Objekt – zum Beispiel eine Grußkarte fürs Neue Jahr. Wer keine Farbe kaufen möchte, kann auch selber welche mit Küchenzutaten herstellen

Herz, Kreis, Dreieck – anspruchsvoll wird es, wenn das Kind sich einen Bagger als Kartoffelstempel wünscht. Foto: imago/Panthermedia/okunsto
  • Kneten

Mit Knete lässt sich so ungefähr alles formen, was die Fantasie hergibt. Wer keine Knete zur Hand hat, kann sogar selber welche gemeinsam mit den Kindern herstellen.

  • Gegenstände erfühlen
Ist das Omas alter Nerz? Oder doch der geliebte Kuschelhase? Gegenstände erfühlen kann man entweder in einem Karton mit Loch, oder man reicht dem Kind die Gegenstände unter einer Decke an. In Frage kommt alles, was sich irgendwie interessant anfühlt, zum Beispiel Besteck, Gemüse, Stoffe oder Spielzeuge.


  • Wäscheklammer-Kunst

Noch so etwas, das es fast in jedem Haushalt gibt: Wäscheklammern. Kleine Kinder finden sie oft allein schon deshalb toll, weil sie in großen Mengen auftreten (was das angeht, können nach Feiertagen auch Kron- oder Sektkorken ein attraktives Spielzeug abgeben). Mit einem großen Haufen Wäscheklammern lassen sich durch Aneinanderklammern auch fantasievolle Gebilde formen. Mit größeren Kindern kann man Wäscheklammern fangen spielen: Die Kinder bekommen dabei um die fünf Klammern an die Kleidung geheftet, die dann beim Fangen spielen ergattert werden müssen.

Eine Wäscheklammer-Kreation in Schwarz, Rot und Grün. Foto: dpa/Patrick Pleul
  • Vorlesen

Egal, ob in der selbst gebauten Höhle oder einfach gemütlich auf dem Sofa mit Decke, Kuscheltier und Kakao und Keksen: Bücher angucken oder vorlesen ist einfach zeitlos gut. Wer zu Besuch bei den Verwandten ist: Vielleicht gibt es ja noch eine Kiste mit alten Kinderbüchern, die der Nachwuchs noch nicht in- und auswendig kennt? Und wenn der Bewegungsdrang zum Vorlesen gerade zu groß ist, könnten Sie zunächst einen der folgenden beiden Tipps umsetzen.

  • Planschen 

Wasser ist für viele (Klein-)kinder der Hit. Falls es kein Schwimmbad in der Nähe gibt, kann auch die Badewanne oder eine Plastikschüssel mit Wasser in der Dusche für ein großes Planschvergnügen sorgen – am besten mit vielen Bechern oder Schüsseln in die sich Wasser schöpfen lässt. Hier gilt es für die Erwachsenen aber auf jeden Fall in Sichtweite zu bleiben, denn Kleinkinder können schon in sehr niedrigem Wasser ertrinken.

  • Rausgehen trotz Schmuddelwetter

Das Wetter ist mäßig bis katastrophal? Das schreckt oft eher die Eltern vom Rausgehen ab als die Kinder. Und falls die lieben Kleinen doch etwas Motivation brauchen, hilft vielleicht die Aussicht auf Bötchen fahren lassen in der Pfütze oder im Bach, einen Spaziergang mit dem neuen Laufrad, Roller oder Puppenfahren oder einen Besuch auf einem noch unbekannten Spielplatz.

Auch kleine Pfützen können begeistern. Foto: imago/blickwinkel

  • Gemeinsam singen und Singspiele machen

Hat Ihr Kind Lieblingslieder oder -bewegungsspiele? Wenn ja, freut es sich bestimmt, diese gemeinsam zu singen oder dazu zu tanzen. Wer noch Ideen braucht, findet viele Anregungen im Internet. Dort gibt es zum Beispiel Mitmachvideos zu Klassikern wie "Ringel Ringel Rosen""Zehn kleine Zappelmänner" oder "Meine Hände sind verschwunden". Vielleicht spielt sogar jemand in der Familie ein Instrument und kann die Lieder live begleiten?

Ideen für Kinder ab dem Vorschulalter

  • Experimentieren

Im Internet finden sich viele Anleitungen für kleine naturwissenschaftliche Experimente, die sich mit Kindern zu Hause leicht umsetzen lassen. Warum zum Beispiel sinkt ein kleines Fläschchen in einer großen mit Wasser gefüllten Flasche nach unten, wenn man auf die große Flasche drückt? Eine Anleitung für diesen Versuch – auch "Cartesischer Taucher" genannt – gibt es zum Beispiel hier.

Als "Taucher" beim Versuch "Cartesischer Taucher" eignet sich übrigens ein leeres Fläschchen Rum-Aroma. Foto: Wiki Commons/Flexmanru
  • Hörspiele hören

Die CDs oder Tonie-Figuren sind schon alle gefühlte fünf Millionen Mal durchgehört? Dann suchen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern doch mal neue Hörspiele oder interessante Sendungen aus. Zum Beispiel aus den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Radiosender. Dort findet sich etwa das Hörspiel "Thabo – die Krokodilspur" vom "Norddeutschen Rundfunk".

  • Kreative Silvestervorbereitungen

Wem der Anlass oder die Ideen zum Basteln mit den Kindern fehlen, kann sich zum Beispiel an kreativen Silvestervorbereitungen versuchen: PartyhüteKonfetti-Luftballons oder Masken sind vergleichsweise einfache Bastelobjekte. Fortgeschrittene können sich an selbstgemachten Knallbonbons versuchen.

  • Ein Schattenspiel basteln

Eigentlich braucht man für ein Schattenspiel nur eine Lampe, ein Laken und eine Hand. Wer es aber etwas ausgefeilter haben möchte, kann natürlich auch Figuren aus Pappe ausschneiden und an Stöcke oder Schaschlikspieße kleben. Schablonen für ein Ritter-Schattenspiel, gibt es zum Beispiel hier.

  • Eine Aufführung für die Eltern planen

Singen, tanzen, Geschichten oder Witze erzählen, sich verkleiden, eine Quiz- oder Zirkusshow aufführen: Es gibt vieles, was sich auf die (Wohnzimmer-)Bühne bringen lässt. Im Optimalfall laufen die Vorbereitungen streng geheim und ohne elterliche Beteiligung ab, sodass die Show eine echte Überraschung wird und das Publikum vor der Aufführung noch etwas entspannen kann.


  • Puzzeln

Wollen Sie im Weihnachtsurlaub mal so richtig entschleunigen und etwas geradezu Meditatives machen? Dann wagen Sie sich doch zusammen mit älteren Kindern mal an ein 1000-Teile-Puzzle. Und wenn gerade kein Puzzle zur Hand ist, könnte ein Auftrag an die Kinder sein, aus Bildern in Zeitschriften eins selbst zu basteln – vielleicht nicht gleich mit 1000 Teilen.

  • Karaoke-Party

Im Unterschied zu der für die Eltern einstudierten Show, dürfen hier alle mitmachen. Videos von Kinderliedern zum Mitsingen gibt es zum Beispiel auf Youtube. Und auch für Erwachsene gibt es natürlich jede Menge Material im Netz, wie dieses Karaoke-Video zum Song "Dancing Queen" von "ABBA".

Karaoke kann ein Spaß für die ganze Familie sein, wie dieses überaus ungezwungen wirkende Bild beweist. Foto: imago/Panthermedia/WavebreakmediaMicro
  • Einen Film drehen

Smartphones können ein Fluch sein, wenn die Kinder am liebsten den ganzen Tag davorhängen wollen. Aber eigentlich ist so ein Mobiltelefon auch eine feine Möglichkeit, um kreativ zu werden. Die meisten Kameras heute sind derart gut, dass sich damit prima Videos drehen lassen. Tipps zum Drehen und Schneiden von Videos mit dem Smartphone gibt es zum Beispiel Projekt "Klickwinkel".

  • Spiele ohne Material

Ein Klassiker, zum Beispiel auf langweiligen Autofahrten, ist das Ratespiel "Ich sehe was, was Du nicht siehst". Eine Anleitung für die ebenfalls materiallosen Spiele "Händeknoten" und "Lachen verboten" ist hier zu finden. Fast ohne Material kommt "Wer bin ich?" aus: Jeder Mitspieler bekommt einen Zettel mit dem Namen einer prominenten Person oder Figur auf die Stirn geklebt und muss die ihm zugedachte Identität durch Ja- und Nein-Fragen erraten. 

  • Was fehlt?

Eltern legen hier fünf Dinge auf den Tisch. Die Kinder schließen die Augen, und Vater oder Mutter nimmt einen Gegenstand weg. Wer bemerkt zuerst, was fehlt? Mögliche Gegenstände sind Radiergummi, Becher, Zahnbürste, Löffel, Schlüssel und Stofftier.

  • Malspiele

Beim Papierknickbildspiel "Lustige Figuren" malt der erste Mitspieler eine Kopfbedeckung oben auf ein Papier und knickt dieses so um, dass das Gemalte nicht zu sehen ist. Dann wird das Papier weitergereicht und der oder die nächste malt ein Gesicht. Dann wird wieder umgeknickt und weitergereicht und als nächstes ein Hals gemalt. Das geht so weiter bis zu den Füßen. Dann werden die Zettel entfaltet und die so entstandenen Figuren bewundert. Alternativ eignet sich natürlich auch das gute alte "Montagsmaler" als Malspiel.

Die harte Nuss: Teenager

Wenn Sie einen Teenager in der Familie haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er oder sie sich auch über die Feiertage nur schwer vom geliebten Smartpone losreißen kann. Wenn Sie dennoch die Herausforderung annehmen, den jungen Menschen für etwas anderes begeistern zu wollen, hier ein paar Anregungen:


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