Kompromiss fürs Einschlafen Experte: "Eltern haben das Recht darauf, dass um halb neun Ruhe ist"

Von dpa

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Rituale beim Einschlafen helfen sowohl Kindern, als auch Erwachsenen. Foto: imago/Petra SchneiderRituale beim Einschlafen helfen sowohl Kindern, als auch Erwachsenen. Foto: imago/Petra Schneider

Fürth. Wie schaffen es Eltern, dass die Kleinen endlich einschlafen? Ein Experte hat da eine klare Meinung – und Tipps.

"Um acht ist Licht aus und Schlafen angesagt": So sieht ein idealer Abend aus, wenn man Eltern fragt. Kinder plädieren dagegen eher für: "Ich bau noch schnell den Turm fertig, höre noch eine CD oder bekomme eine Geschichte vorgelesen – egal, wie spät es ist". Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Zum einen lässt sich Einschlafen nicht beschleunigen. Und Kinder, die nicht müde sind, interessiert herzlich wenig, wo der Zeiger auf der Uhr steht. Zum anderen: "Eltern haben das Recht darauf, dass um halb neun Ruhe ist", sagt Ulric Ritzer-Sachs. Er arbeitet bei der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. 

Ausnahmen legen die Eltern fest

Sind Kinder noch gar nicht müde, bietet sich ein Kompromiss an: Sie dürfen noch in einem Buch blättern oder ein Hörspiel anhören, bevor das Licht ausgemacht wird. Als Bedingung können die Erwachsenen aber aushandeln, dass die Kinder währenddessen ruhig in ihrem Zimmer bleiben und die Eltern etwas für sich machen können. Grundsätzlich sollte der Ablauf aber so sein: "Die Eltern legen die Ausnahmen fest, nicht die Kinder."

Ritzer-Sachs rät außerdem zu festen Routinen am Abend, die auch dann stattfinden, wenn das Kind noch nicht müde ist. Sie schaffen Verlässlichkeit für beide Seiten und läuten etwas mehr Ruhe ein. 


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