Face-ID-Fail? iPhone X: So erklärt Apple die Panne bei der Keynote

Apples Craig Federighi scheitert beim Versuch, das iPhone X per „Face ID“ zu entsperren. Foto: AFPApples Craig Federighi scheitert beim Versuch, das iPhone X per „Face ID“ zu entsperren. Foto: AFP 

Cupertino. Bei der Apple Keynote zum neuen iPhone X fiel ein Moment besonders auf: Ausgerechnet bei der großen Vorstellung vor Millionenpublikum ließ sich das iPhone X nicht per Gesichtserkennung „Face ID“ entsperren. Sofort setzten Spott und Kritik ein. Nun erklärt Apple den Vorfall.

Das neue iPhone X kostet in Deutschland mindestens 1.149 Euro – unter anderem, weil Apple statt des Fingerabdrucksensors „Touch ID“ die technisch aufwendige Gesichtserkennung „Face ID“ verbaut. Mit einem Blick auf das iPhone entsperren Nutzer das Gerät und autorisieren Käufe – zumindest theoretisch.

iPhone X und „Face ID Fail“?

Als Apples Software-Chef Craig Federighi die neue Funktion bei der Keynote am Dienstag zeigen wollte, streikte das iPhone. Trotz zweier Versuche blieb das iPhone X gesperrt. Federighi kommentierte das mit einem „Hohoho“ und wechselte zu einem zweiten Demo-Gerät, das genau für solche Fälle bereitlag. Dieses ließ sich, wie vorgesehen, per „Face ID“ entsperren. Auf Twitter, in Apple-Foren und auf einigen Nachrichtenseiten war sofort die Rede vom „Face ID Fail“ – die Gesichtserkennung habe versagt, ist dort der Tenor. Eine unzuverlässige Gesichterkennung wäre für Apple und das iPhone X ein Debakel. (Weiterlesen: iPhone 8 – Das kann der Nachfolger des iPhone 7)

„Face ID Fail“: Das sagt Apple

In der Nacht zu Donnerstag hat das Unternehmen die Szene aus seiner Sicht erklärt. Nach Angaben der Kalifornier hätten iPhone X und „Face ID“ so reagiert, wie sie sollten. Andere Apple-Mitarbeiter hätten das iPhone für die Keynote vorbereitet und nicht gemerkt, dass das iPhone X dabei mehrere Entsperrversuche wahrnahm – die ob des falschen Gesichts alle scheiterten und letztlich in der Deaktivierung von „Face ID“ mündeten. Dann muss der Nutzer das iPhone über einen zuvor festgelegten Zahlencode entsperren. Diese Aufforderung zeigte auch das iPhone bei Federighis Demo an.

Bei der Keynote ist also etwas schief gelaufen – doch es lag nicht offensichtlich an der neuen Gesichterkennung. Wie zuverlässig „Face ID“ im Alltag ist, wird sich allerdings erst nach dem Marktstart des iPhone X am 3. November zeigen.

Apple Keynote: Panne mit Steve Jobs

Pannen bei Apple Keynotes gab es schon in der Vergangenheit. Als Steve Jobs eine neue Funktion im Browser Safari zeigen wollte und das nicht klappte, musste das Publikum, das zum Großteil aus Journalisten bestand, die Wlan-Verbindung kappen. (Weiterlesen: iPhone 8 und iPhone X vorbestellen: Wann und wo geht es?)


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