Für wen lohnt es sich? Apples neues iPad im Test: Das beste daran ist der Preis


Osnabrück. Apples iPad 2017 überrascht mit günstigerem Preis – doch nur auf den ersten Blick. Leider hat Apple ausgerechnet beim wichtigsten Teil eines Tablet-PCs gespart. Das neue iPad im Test.

Apples iPad 2017 im Überblick:

  • schneller, dicker und schwerer als der Vorgänger iPad Air 2
  • schlechterer Bildschirm
  • 32 statt 16 Gigabyte Speicher als Einstieg
  • niedrigerer Preis (ab 399 Euro).

Das neue iPad ist zurecht kein „Air“ mehr

Das neue iPad 2017 löst das iPad Air 2 ab – und heißt einfach nur: iPad. Das kommt nicht von ungefähr, denn es gibt kein Merkmal, das Apple im Namen hervorheben könnte. Den Zusatz „Air“ hat Apple vernünftigerweise gestrichen; das neue iPad ist etwas dicker und schwerer als sein Vorgänger, ansonsten ist es optisch unverändert. (Weiterlesen: Das iPad Air 2 im Test)

Mehr Speicher fürs Geld

Doppelt erfreulich: Das neue iPad ist günstiger und bietet mehr Speicher. Das iPad 2017 kostet mit WLAN und 32 Gigabyte (GB) Speicher 399 Euro. Das iPad Air 2 kostete bei seiner Einführung mit 16 GB und WLAN 489 Euro. Unverändert bleiben die zwei Lautsprecher, die verbauten Kameras und weiterhin nur die erste Generation des Fingerabdrucksensors „Touch ID“. Den Stift „Apple Pencil“ unterstützt weiterhin nur das iPad Pro. Ausgerechnet beim wichtigsten Element eines Tablet-PCs hat Apple den Rotstift angesetzt. (Weiterlesen: iPad Pro 9,7 oder iPad Air – was lohnt sich?)

Das neue iPad hat einen schlechteren Bildschirm

Der Bildschirm des iPad aus 2017 ist weder laminiert noch hat es eine Beschichtung gegen Reflexionen. Das war beim iPad Air 2 anders und macht sich im Alltag deutlich bemerkbar: Durch die fehlende Laminierung fühlt es sich beim neue iPad nicht so an, als würde man Webseiten oder Fotos tatsächlich berühren, außerdem spiegelt der Bildschirm deutlich mehr als der des iPad Air 2. Filmegucken oder Arbeiten im Sonnenlicht, mit einer Lampe oder einem Fenster im Rücken macht dadurch nur bedingt Spaß.

Das iPad 2017 hat keine Beschichtung gegen Reflexionen, wie es das iPad Air 2 noch hatte. Dadurch spiegelt das neue iPad deutlich stärker. Foto: Mark Otten

Schnellerer Prozessor macht sich bemerkbar

Dafür hat das iPad einen schnelleren Prozessor bekommen. Dank Apples A9-Chip und zwei GB Arbeitsspeicher ist das iPad im Alltag wirklich flott und meistert auch Aufgaben wie Multitasking mit geteiltem Bildschirm oder Videobearbeitung spielend.

Urteil: Für wen sich das iPad 2017 eignet

Das Apple iPad 2017 hinterlässt einen gemischten Eindruck. Es ist eher ein verbessertes iPad Air 1 als ein Nachfolger des iPad Air 2. Das neue iPad ist ein guter Tablet-PC, der nahezu alle Aufgaben schnell und zuverlässig meistert. Die Verarbeitung ist tadellos und Apple hat die Preise des iPad gesenkt. Die Freude über den günstigeren Preis trübt der spielgelnde Bildschirm jedoch deutlich, negativ fallen außerdem die Zunahme an Dicke und Gewicht auf.

Wer bereits ein iPad Air hat, kann das iPad 2017 ignorieren. Besitzer älterer iPads können dagegen getrost zugreifen und sich über den niedrigeren Preis freuen – oder nach einem gebrauchten iPad Air 2 Ausschau halten. (Weiterlesen: Was wir über das iPhone 8 wissen)


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