The Legend of Zelda Nindendos Link's Awakening: So muss ein Remake aussehen

The Legend of Zelda: Link's Awakening ist ein Remake eines 1993er Videospiel-Klassikers für die Nintendo Switch. Screenshot: Christian Ströhl/NintendoThe Legend of Zelda: Link's Awakening ist ein Remake eines 1993er Videospiel-Klassikers für die Nintendo Switch. Screenshot: Christian Ströhl/Nintendo 

Hamburg. Mit The Legend of Zelda: Link's Awakening zeigt Nintendo, wie ein Videospiel-Remake sein muss. Erfahren Sie im Test, warum uns das neue alte Link-Abenteuer so sehr gefällt.

Früher war alles besser: Bei Erinnerungen an die Vergangenheit neigen viele zur Romantisierung. Vor allem die Film- und Videospiel-Branche scheint sich diese Besinnung auf die gute alte Zeit zu eigen zu machen. Die Unterhaltungsindustrie schmeißt ein Remake nach dem anderen auf den Markt, das zeigt etwa das Beispiel Disney: Aladdin, Dumbo, König der Löwen sind nur einige Filme, die mittlerweile auch als Realverfilmung zu sehen sind – der neuen Technik sei Dank. In ähnlicher Frequenz legt die Videospiel-Industrie nach. Was beide gemeinsam haben: Oft floppen die Remakes. Nicht aber The Legend of Zelda: Link's Awakening. Mit der Neuauflage des Klassikers von 1993 ist Nintendo eine herausragende Neuauflage gelungen. Sehen Sie im Trailer, wie das Spiel aussieht:


Worum geht es in Link's Awakening?

Der kleine Abenteurer Link gerät in einen Sturm und erleidet Schiffsbruch. Als er aufwacht, findet er sich am Strand einer mysteriösen tropischen Insel voller eigentümlicher Bewohner wieder. Es ist die Aufgabe des Spielers, Link bei der Flucht von der Insel zu helfen. Das Spiel folgt dabei dem klassischen Schema der "Zelda"-Reihe. Monster besiegen, Rätsel lösen und Gegenstände sammeln. Anders als im weitläufigen Open-World-Spiel "Breath of the Wild" gibt es im Gameboy-Remake für die Switch eine lineare Story.

Was macht die Neuauflage so gut?

Als Nintendo Link's Awakening angekündigt hat, haben sich viele Nostalgiker über den Grafikstil aufgeregt. Doch genau darin liegt die große Stärke des Remakes. Im Vergleich zur Originalversion von 1993 ist zwar jedes Haus, jedes Grasbüschel und jeder Gegner am gleichen Platz auch in der Neuauflage zu finden – nur eben optisch aufgemotzt. Die Insel Cocolint, die Figuren und Gegenstände wirken wie aus Knete gebaut und – das ist ein großer Unterschied zum Original – sind knallbunt und farbenfroh. Schauen Sie sich einmal dieses Vergleichsvideo an:


Eine weitere Stärke von Link's Awakening ist der großartige Sound – egal ob mit Kopfhörern an der Switch oder über Anlage am Fernseher. Die Ohrwurm-verdächtigen Midi-Klängen des Originals werden im Remake zu neu aufgenommenen Musikstücken. 

Was macht die Neuauflage nicht so gut?

Tatsächlich bringt die neue Grafik Nintendos Switch manchmal an ihre Grenzen und das Spiel läuft nicht durchgehend flüssig. Besonders in offenen Gebieten haben wir beim Testen heftige Ruckler verzeichnet. 

The Legend of Zelda: Link's Awakening

Informationen zu Link's Awakening
Das Videospiel The Legend of Zelda: Link's Awakening ist erschienen für die Nintendo Switch. Es kostet ungefähr 50 Euro. Nintendo hat uns für den Test ein Rezensionsexemplar zukommen lassen.

Für wen ist Link's Awakening geeignet?

Ganz klar: Das Remake von Link's Awakening richtet sich an Nostalgiker und Neueinsteiger gleichermaßen. Für die einen ist das Spiel wie eine Zeitreise. Es zeigt, dass ein 26 Jahre altes Spielprinzip auch heute noch begeistern kann. Wer noch nie ein "Zelda"-Spiel in den Händen gehalten hat, ist bei Link's Awakening ebenfalls gut aufgehoben. Der niedrige Schwierigkeitsgrad, die langsame Entwicklung des Charakters und die stetig schwerer werdenden Rätsel holen auch "Zelda"-Neulinge gut ab.


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