Ethische Fragen rund um KI Von Facebook finanziertes Ethik-Institut in München eröffnet

Von dpa

Facebook stellt für das Institut für Ethik in der KI Geld bereit. Die Erstfinanzierung ist auf einen Zeitraum von fünf Jahren ausgelegt. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn/dpaFacebook stellt für das Institut für Ethik in der KI Geld bereit. Die Erstfinanzierung ist auf einen Zeitraum von fünf Jahren ausgelegt. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn/dpa

München. Das von Facebook finanzierte Institut zur Erforschung ethischer Fragen rund um künstliche Intelligenz ist in München eröffnet worden.

Im Fokus der ersten Forschungsprojekte stehen unter anderem Software-Entscheidungen beim autonomen Fahren und im Klinik-Alltag sowie die Entwicklung von Hasskommentaren und gefälschter Nachrichten im Netz. Facebook unterstützt das Institut an der Technischen Universität München mit 6,5 Millionen Euro und betont, dass damit keine Auflagen oder Erwartungen verbunden seien.

Für die ersten Förderprojekte wurden 2,3 Millionen Euro veranschlagt. Dabei soll zum Beispiel erkundet werden, welche Rolle die Algorithmen von Online-Plattformen bei der Verbreitung von Hassrede und „Fake News“ haben. Dafür werde die Dynamik der Meinungsbildung mathematisch modelliert, erläuterte das Institut. Ein weiteres Projekt geht der Frage nach, ob Nutzer durch personalisierte Ansprache dazu bewegt werden können, ihr Verhalten beim Verbreiten gefälschter Nachrichten zu ändern.

Untersucht werden sollen auch Lösungsvorschläge für die Regulierung von Programmen auf Basis künstlicher Intelligenz. Aus diesem Projekt sollen konkrete Handlungsempfehlungen für Gesellschaft und Politik formuliert werden.

Bei der Erforschung des autonomen Fahrens geht es um ethisch vertretbare Entscheidungen zum Beispiel bei unvermeidbaren Kollisionen. Dafür sollen Programme im Simulator getestet werden.

Facebook hatte die Unterstützung für das Institut im Januar bekanntgegeben. Die Erstfinanzierung ist auf einen Zeitraum von fünf Jahren ausgelegt.


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