zuletzt aktualisiert vor

Betrugsmasche auf Facebook Zehntausende fallen auf falsche Gewinnspiele zu Kaffeevollautomaten herein

Meine Nachrichten

Um das Thema Digitale Welt Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Masche auf Facebook: Betrüger wollen mit falschen Gewinnspielen Daten und Nutzer sammeln. Foto: dpa/Franziska GabbertMasche auf Facebook: Betrüger wollen mit falschen Gewinnspielen Daten und Nutzer sammeln. Foto: dpa/Franziska Gabbert

Hamburg. Betrüger preisen derzeit teure Kaffeevollautomaten in angeblichen Gewinnspielen auf Facebook an. Zehntausende Nutzer haben bereits teilgenommen.

Aktuell machen Schein-Gewinnspiele zu Kaffeevollautomaten von Siemens und Melitta die Runde. Allein der Beitrag der Fake-Seite "Siemens EQ.9" hatte bis Dienstagmittag rund 31.000 Reaktionen und Kommentare gesammelt, der Beitrag des "Melitta Club" rund 9.000 Interaktionen. Beide Seiten sind erst am 26. Januar erstellt worden und folgen dem gleichen Muster. 

Auf dieses gefälschte Gewinnspiel haben bereits Zehntausende Nutzer reagiert. Screenshot: Facebook/mao

Neue Preise, alte Masche

Während die angeblichen Preise variieren, ist die Masche bereits bekannt: Die Betrüger versehen ihre Facebook-Seite oder -Gruppe unerlaubterweise mit einem Markennamen und loben in einem Beitrag hochpreisige Gewinne aus; Nutzer sollen diesen Beitrag kommentieren, mit "Gefällt mir" markieren, teilen oder eine persönliche Nachricht schicken, um automatisch an der Verlosung teilzunehmen. (Weiterlesen: Tausende Facebook-Nutzer fallen auf angebliches Aldi-Gewinnspiel rein) 

Was Teilnehmern droht

Abgesehen davon, dass Facebook-Nutzer nicht auf einen Gewinn hoffen brauchen, ensteht zunächst kein Schaden. Der droht, wenn die Seitenbetreiber angebliche Gewinner anschreiben und die Nutzer persönliche Daten angeben. Letztlich gewinnen bei den falschen Gewinnspielen nur die Betrüger, die die Seite betreiben, denn Facebook-Seiten mit vielen Fans und Interaktionen lassen sich verkaufen – vor allem an andere zwielichtige Datensammler. Außerdem können diese Seiten leicht umbenannt und für ganz andere Zwecke benutzt werden – zum Beispiel zum Verbreiten von Fake News, die die Nutzer dann auch in ihren Facebook-Verlauf gespült bekommen. 

Falsche Facebook-Seiten erkennen

Der Verein Mimikama kümmert sich um Falschmeldungen im Internet und nennt folgende Punkte, anhand derer Nutzer gefälschte Facebook-Seite erkennen können:

  • der blaue Verifizierungshaken hinter den Seitennamen fehlt 
  • die Seiten werben mit bekannten Marken und Firmen 
  • Nutzer werden zum "Liken" und "Teilen" gezwungen  
  • ein glaubwürdiges Impressum fehlt  
  • die Teilnahmebedingungen fehlen  
  • Kontaktmöglichkeit fehlen 
  • die Seite existiert erst kurz 
  • die Gewinner werden nicht bekannt gegeben  
  • Gewinne werden von Sponsoren zur Verfügung gestellt, die "nicht genannt werden wollen"  
  • die Gewinne werden mit kopierten Bildern aus dem Internet beworben


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN