Katastrophale PR-Panne Neujahrsgruß mit iPhone verschickt: Einkommenskürzung für Huawei-Mitarbeiter

Meine Nachrichten

Um das Thema Digitale Welt Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Weil Huawei-Mitarbeiter den offiziellen Neujahrsgruß des Unternehmens mit einem iPhone versendeten, wurden sie vom Unternehmen degradiert. Foto: dpa/Andy WongWeil Huawei-Mitarbeiter den offiziellen Neujahrsgruß des Unternehmens mit einem iPhone versendeten, wurden sie vom Unternehmen degradiert. Foto: dpa/Andy Wong

Shenzhen. PR-Panne beim chinesischen Telekommunikationsunternehmen Huawei: Weil Mitarbeiter den offiziellen Neujahrsgruß mit einem iPhone versendeten, wurden sie degradiert und bekamen Gehaltskürzungen.

Am Neujahrstag wurde auf dem offiziellen Twitter-Account des Telekommunikationsunternehmens Huawei ein Neujahrsgruß veröffentlicht. Soweit, so unspektakulär. Das Pikante: Unter dem "Happy #2019" war ein Hinweis zu lesen, der automatisch generiert wurde: "via Twitter for iPhone". Der Neujahrsgruß wurde also über ein Smartphone des Konkurrenten Apple verschickt. 

Noch Pikanter aber ist die Tatsache, wie der Konzern darauf reagierte: Huawei leitete eine interne Untersuchung ein. In einem Memo, aus dem die Nachrichtenagentur Reuters zitiert, schreibt Kommunikationschefin und Huawei-Vorstandsmitglied Chen Lifang, der "Zwischenfall" habe "Schaden an der Marke Huawei angerichtet". Darüber berichtet unter anderem das "Manager Magazin". 

Gehaltskürzungen bei zuständigen Mitarbeitern

Die Untersuchung habe schließlich ergeben, dass der offenbar für Huawei tätige Social-Media-Dienstleister Sapient "VPN-Probleme" mit dem Zugang zu Twitter von einem festinstallierten Computer gehabt habe. Hintergrund ist die Tatsache, dass China den Zugang zu Twitter – ebenso wie zu Facebook und Google – blockiert. Um diese Sperre zu umgehen, wird ein sogenanntes "Virtual Private Network" (VPN) benötigt. Da dies aber anscheinend nicht funktionierte und die Zeit drängte, wurde wohl zum iPhone gegriffen, um die Nachricht pünktlich zu Mitternacht zu verschicken. 

Für zwei offenbar zuständige Mitarbeiter hat der Vorgang drastische Folgen: Sie wurden degradiert und müssen nun mit Einkommenskürzungen in Höhe von 5000 Yuan im Monat leben – umgerechnet etwa 640 Euro. 


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN