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28.11.2018, 16:02 Uhr KOMMENTAR

Cebit-Aus: Langes Sterben abgewendet

Von Nina Kallmeier


Keine Wiederholung: Die Cebit 2018 ist die letzte gewesen. Das hat die Deutsche Messe AG verkündet. Foto: Julian Stratenschulte/dpaKeine Wiederholung: Die Cebit 2018 ist die letzte gewesen. Das hat die Deutsche Messe AG verkündet. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Osnabrück. Nachdem die Veranstalter es in diesem Jahr mit einem neuen Konzept versucht hatten, steht nun fest: Die Digitalmesse Cebit in Hannover schließt für immer ihre Tore. Ein Kommentar.

Nun also doch: Der Versuch, die Cebit als einstiges Aushängeschild hip werden zu lassen, ist endgültig gescheitert. Die Deutsche Messe AG zieht die Reißleine und hat das Aus verkündet. Diese Entscheidung kommt nach der Neuausrichtung in diesem Jahr zwar abrupt, aber nicht unerwartet.

Mit nur 120 000 Besuchern kam die Cebit 2018 nicht einmal auf ein Drittel des Zuspruchs, den zum Beispiel die Spielemesse Gamescom vorweisen kann. Der Besucherschwund ist kein Wunder, denn große IT-Neuheiten sind auf der Hannoveraner Digitalmesse schon lange nicht mehr vorgestellt worden. Entsprechend fehlte das Scheinwerferlicht, das stattdessen unter anderem auf dem Mobile World Congress in Barcelona liegt, der auch noch früher im Jahr stattfindet.

Mit der Entscheidung der Deutschen Messe AG verliert der Messestandort Hannover somit eine nur noch dem Namen nach prestigeträchtige Veranstaltung. Umso wichtiger ist es nun für die Verantwortlichen, das Augenmerk auf die für den Messestandort weitaus wichtigere Industriemesse, die Hannover Messe, zu legen. Die industrienahen Digitalthemen künftig dort zu präsentieren ist die richtige Entscheidung. Sie können die Hannover Messe noch weiter aufwerten und für Besucher einen Mehrwert bieten. Auf diese Verbindung sollten sich die Verantwortlichen jetzt voll konzentrieren.


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