Basketballsimulation im Test NBA Live 19: Ein gutes Spiel, mit einem großen Problem

Von Malte Schlaack, 12.09.2018, 14:55 Uhr
Individuell: Bei NBA Live 19 spielen die Stars wie Joel Embiid (Mitte) auch außerhalb der großen Arenen. Foto: EA Sports

Osnabrück. Was Sportsimulationen angeht, ist EA Sports in vielen Bereichen der absolute Platzhirsch. Mit "NBA Live 19" sind die Kanadier im Basketball aber weiterhin nur der Herausforderer. Ein Test.

Im Fußball hat EA den Hauptkonkurrenten "Pro Evolution Soccer" seit Jahren bei weitem überflügelt. Spannender ist die Angelegenheit im Basketball. Hier hat der amerikanische Publisher 2K seit seiner ersten Auflage im Jahr 1999 nicht nur aufgeholt, sondern ist seit längerer Zeit mit seiner Serie der Chef im Ring. Das führte sogar so weit, dass EA zwischen 2010 und 2013 sowie 2016 ganz auf eine Version von NBA Live für die Playstation sowie die Xbox verzichtet hat.

Karrieremodus ausgebaut

Seit vergangenem Jahr greift der kanadische Hersteller aber wieder an und setzt dabei auf viele Features, die die Gamer aus der FIFA-Serie kennen. Der individuelle Spieler steht auch bei NBA Live 19 im Vordergrund. Der Karrieremodus "The One" wurde weiter optimiert und bietet viele Möglichkeiten. Hinzu kommt mit "Court Battle" eine ganz neue Option. Hier baut man seinen ganz persönlichen Platz am Ort seiner Wahl und muss diesen verteidigen. Die "echte" NBA ist in diesen Modi recht weit entfernt und dafür gibt es auch einen guten Grund.

Viele verschiedene Möglichkeiten

Neben der eigenen Karriere kann man natürlich auch ganz klassische mit allen NBA-Teams und ihren Stars spielen. Auch hier gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, sodass es für Neulinge zu Beginn etwas unübersichtlich werden kann, da das Spiel schon ziemlich vollgepackt ist. Die Teamauswahl beschränkt sich auf die aktuellen Franchises der NBA sowie deren weibliches Pendant, der WNBA. Für klassische Teams wie bei NBA 2K19 gibt es keine Lizenzen.

Schnelle Erfolge für Anfänger

Das Gameplay hat sich im Vergleich zu den Vorgängern nicht verändert und ist das gleiche wie bei der Konkurrenz. Auf der leichtesten Schwierigkeitsstufe werden auch Anfänger schnell Erfolge erzielen und können es mit Dunkings und Dreiern von weit draußen knallen lassen. 

Bewegungen nicht ganz rund

Die grafische Umsetzung ist gut – aber eben auch nicht mehr. Die Spieler sehen dem Original zwar einigermaßen ähnlich, wirken aber teilweise zu athletisch und bewegen sich nicht ganz so rund. Kleinere Fehler wie falsche Rückennummern bei einigen Spielern sind sicher zu verzeihen und lassen sich im Menü auch beheben, aber gerade was die realistische Grafik angeht, ist 2K sehr weit enteilt. 


Fazit: NBA Live 19 könnte eine richtig gute Basketballsimulation sein – wenn es NBA 2K19 nicht geben würde. In Sachen Spielspaß und Realismus kann die Version von EA mit dem Konkurrenten nicht mithalten. Wohl auch deswegen wird ein große Fokus auf den Gamer und dessen eigene Karriere gelegt. Die Online-Feature sind sehr weitreichend und so ist NBA Live vor allem für jüngere und weniger erfahrene Spieler eine Alternative. 

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