Nach Datenskandal und DSGVO Facebook hat weniger aktive Nutzer und bleibt doch eine Geldmaschine

Von dpa

Facebook registriert weniger aktive Nutzer und legt beim Umsatz trotzdem zu. Foto: Fabian Sommer/dpaFacebook registriert weniger aktive Nutzer und legt beim Umsatz trotzdem zu. Foto: Fabian Sommer/dpa

Menlo Park. Dem Datenskandal und der Datenschutz-Grundverordnung zum Trotz bleibt Facebook eine Geldmaschine.

Facebook hat im vergangenen Quartal nach dem Skandal um Cambridge Analytica und dem Greifen der neuen EU-Datenschutzregeln die Erwartungen enttäuscht. Das weltgrößte Online-Netzwerk verfehlte unter anderem die Prognosen bei Umsatz und Nutzerzahlen. In Europa ging die Zahl der monatlich aktiven Nutzer zurück, insgesamt stagnierte sie. Die Aktie reagierte am Mittwoch nachbörslich mit einem Sturz von über neun Prozent. 

13,23 Milliarden Dollar Umsatz im Quartal

Ungeachtet der verfehlten Erwartungen von Analysten ist Facebook weiterhin eine Geldmaschine. Der Quartalsumsatz stieg im Jahresvergleich um 42 Prozent auf 13,23 Milliarden Dollar. Der Gewinn wuchs um 31 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar.

Facebook selbst hatte zuvor gewarnt, dass die Zahl der monatlich und täglich aktiven Nutzer in Europa im zweiten Quartal voraussichtlich stagnieren oder leicht zurückgehen werde. Auslöser sei die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU, die ab dem 25. Mai befolgt werden muss.

Es war auch das erste komplette Quartal seit dem Ausbruch des Datenskandals um Cambridge Analytica Mitte März. Das Online-Netzwerk war unter massive Kritik geraten, weil einst Daten von Millionen Nutzern an die Datenanalyse-Firma abgeflossen waren. Zugleich hatte Facebook bisher erklärt, dass die Kontroverse die Nutzung nicht beeinträchtigt habe. 


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