Reaktion auf Datenskandal „Playboy“ deaktiviert seine Facebook-Seiten

Von afp

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„Playboy“ wolle nicht in die enthüllten Datenmissbrauchspraktiken Facebooks verwickelt sein. Foto: AFP„Playboy“ wolle nicht in die enthüllten Datenmissbrauchspraktiken Facebooks verwickelt sein. Foto: AFP

Washington. Als Konsequenz aus dem Datenskandal hat das Männermagazin „Playboy“ seine Zusammenarbeit mit Facebook aufgekündigt. Alle Seiten des Magazins in dem Online-Netzwerk würden deaktiviert, kündigte das Magazin am Mittwoch an.

Da mehr als 25 Millionen Fans über Facebook mit dem Magazin verbunden seien, wolle „Playboy“ nicht in die enthüllten Datenmissbrauchspraktiken verwickelt sein.Der Skandal dreht sich um die mutmaßliche Abschöpfung der Daten von mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzern durch die britische Datenanalysefirma Cambridge Analytica. Die Daten sollen für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump ausgewertet und genutzt worden sein.

Schon länger Probleme mit Facebook

„Playboy“ machte aber deutlich, dass sein Facebook-Ausstieg nicht allein durch diesen Skandal motiviert sei. Das auf Erotika spezialisierte Unternehmen erklärte, es habe schon seit Langem Schwierigkeiten mit dem Online-Netzwerk wegen dessen „strenger“ Richtlinien hinsichtlich der zulässigen Inhalte. Der Datenskandal habe nun „unsere Entscheidung erhärtet, unsere Aktivitäten auf der Plattform zum jetzigen Zeitpunkt zu suspendieren“. (Weiterlesen: Facebook-App speichert, wann Sie mit wem telefonieren)

Hugh Hefner, Gründer des „Playboy“, starb im September 2017. Foto: AFP

„Playboy“ ist nicht das erste Unternehmen, das im Zuge des Datenskandals mit Facebook bricht. Der US-Technikvisionär Elon Musk hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, er lasse die Facebook-Seiten seiner Unternehmen Tesla und SpaceX stilllegen.


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