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Homepod für 349 Dollar Nutzer sauer: Apples neuer Lautsprecher hinterlässt weiße Ringe

Von Mark Otten

Apples Homepod hinterlässt bei einigen Käufern in den USA Spuren der unangenehmen Art. Screenshot: Twitter.com/wirecutterApples Homepod hinterlässt bei einigen Käufern in den USA Spuren der unangenehmen Art. Screenshot: Twitter.com/wirecutter

Osnabrück. Apples Lautsprecher Homepod hinterlässt bei einigen Käufern in den USA Spuren der unangenehmen Art. Auf bestimmten Oberflächen markiert bereits nach wenigen Minuten ein weißer Ring den Standort des Homepod. Für Apple ist das „nicht ungewöhnlich“.

Apples Homepod ist seit dem 9. Februar in den USA im Handel. Für 349 Dollar (ohne Steuern) bekommen Käufer einen Lautsprecher, der nur mit Apple-Geräten funktioniert, die integrierte Sprachassistentin Siri mitbringt, laut Kritikern sehr guten Klang liefert – und weiße Ringe auf bestimmten Oberflächen hinterlässt. (Im Test: Das iPhone 8 Plus kann einem fast leidtun)

Apple Homepod: Weiße Ringe nach 20 Minuten

Das Problem tritt auf, wenn der Homepod auf Oberflächen steht, die mit Öl oder Wachs behandelt wurden. Bereits nach 20 Minuten im Betrieb hinterlässt der Lautsprecher Spuren auf entsprechenden Tischen oder Arbeitsplatten. Schuld daran ist offensichtlich der Silikon-Ring auf der Unterseite, der dem Lautsprecher einen festen Stand verleiht und Vibrationen verringert. Dieser reagiert offensichtlich mit Öl und Wachs.

Der Apple Homepod. Foto: AFP

Das sagt Apple zum Homepod-Problem

Apple hat das Problem bestätigt. Es sei „nicht ungewöhnlich“, dass ein Lautsprecher mit Silikonboden „leichte Spuren“ auf behandelten Oberflächen hinterließe, heißt es in der Homepod-Anleitung. Meistens würden die Abdrücke nach einigen Tagen verschwinden, wenn der Lautsprecher an einen anderen Platz gestellt wird – sei das nicht der Fall, sollten Nutzer die Oberfläche wie vom Hersteller empfohlen reinigen und pflegen. Auch einige Sonos-Nutzer fanden unter ihren Lautsprechern Abdrücke – die jedoch sichtbar schwächer waren, als die des Homepod.

Unklar ist, ob das Problem bei internen Tests übersehen oder als unwichtig erachtet wurde. Der eigentliche Marktstart des Homepod war von Ende 2017 auf Februar 2018 verschoben worden. (iPhone X: So erklärt Apple die Panne bei der Keynote)

Homepod-Nutzer sind unzufrieden

Auf Twitter meldeten sich verschiedene Nutzer zu Wort. Er sei froh, dass er rund 400 Dollar gezahlt habe, um perfekte Kreise auf seinen Möbeln zeichnen zu lassen, lautet ein erkennbar sarkastischer Eintrag.

Nicht die erste Apple-Panne

In der Vergangenheit hat Apple unter anderem mit den sogenannten „Antennagate“ und „Bendgate“ für negative Schlagzeilen gesorgte: Während das iPhone 4 das Signal zu Funkmasten verlor, wenn Nutzer es fest in der Hand hielten, verbog sich das iPhone 6 beim Tragen in der Hosentasche.

Homepod kommt 2018 nach Deutschland

Apple tritt mit dem Homepod in Konkurrenz zu Anbietern wie Amazon, Google und Sonos, die bereits seit längerem Lautsprecher für Musik-Streaming anbieten. Der Homepod soll im Frühjahr in Deutschland in den Handel kommen. Den genauen Verkaufsstart und -preis hat Apple bislang nicht genannt. (Weiterlesen: Warum Smartphones bei Kälte ausgehen – und was dagegen hilft)