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Updates nicht installieren Computerchip-Schwachstelle: Intel findet Fehler in Updates

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Intel-Chips waren aber auf breiter Front betroffen. Foto: Andrej SokolowIntel-Chips waren aber auf breiter Front betroffen. Foto: Andrej Sokolow

dpa/AFP Santa Clara. Intel hat einen Rückschlag beim Stopfen der schwerwiegenden Sicherheitslücken „Meltdown“ und „Spectre“ in Computer-Prozessoren erlitten. Der Branchenriese empfahl allen Unternehmen und Verbrauchern am Montag, seine bisherigen Updates nicht zu installieren.

Der US-Chipriese Intel hat vor „unvorhersehbaren“ Problemen durch Updates gewarnt, die die jüngst bekannt gewordene Sicherheitslücke in Millionen Computerprozessoren weltweit stopfen sollen. Die Updates könnten bei einigen Prozessortypen zu einer höheren Zahl an Computerneustarts und anderem unberechenbaren Verhalten der Rechner führen, erklärte Intel-Manager Navin Shenoy am Montag in einem Blogeintrag.

Updates nicht aufspielen

Intel riet Computerherstellern, Anbietern von Cloud-Diensten, Softwareherstellern und Nutzern, die gegenwärtigen Updateversionen nicht aufzuspielen. Weitere Details über künftige Updates würden im Verlauf der Woche erwartet, teilte Intel mit. „Wir rufen unsere Partner in der Industrie auf, ihre Anstrengungen auf frühere Update-Versionen zu konzentrieren, so dass wir die Veröffentlichung beschleunigen können“, schrieb Shenoy. (Lesen Sie auch: Experte: „Spectre“ und „Meltdown“ sind erst der Anfang)

Der Fehler sei allerdings gefunden: Die Schwachstelle steckt in einem branchenweit angewendeten Verfahren, das die Chips schneller machen sollte. Deswegen sind Prozessoren verschiedenster Hersteller anfällig.

Wohl noch kein Datenverlust

Anfang Januar war bekannt geworden, dass zahlreiche Prozessoren von Intel sowie auch Chips der Hersteller AMD und ARM von der Schwachstelle betroffen sind. Dadurch ist es möglich, sensible Informationen wie etwa Passwörter, Verschlüsselungen oder Daten aus Programmen auszulesen. Intel erklärte daraufhin, es arbeite gemeinsam mit AMD und ARM daran, einen industrieweiten Ansatz zur schnellen und konstruktiven Lösung des Problems zu entwickeln. (Lesen Sie auch: Intel-Chef verspricht nach Chip-Schwachstelle Transparenz)

Nach der Entdeckung der massiven Sicherheitslücke und angesichts möglicher Sammelklagen war Konzernchef Brian Krzanich vor der Eröffnung der Elektronikmesse CES in Las Vegas zunächst in die Offensive gegangen. Bislang deute nichts darauf hin, dass es durch die Schwachstellen zu Datenverlust gekommen sei, erklärte er. Die Auswirkungen seien durch eine „bemerkenswerte“ Zusammenarbeit in der Technologiebranche eingegrenzt worden.Sicherheitsexperten befürchten indes, dass ungeachtet funktionsfähiger Updates noch längere Zeit verwundbare Systeme im Umlauf sein könnten - etwa weil nicht alle Rechner oder Smartphones mit aktuellen Betriebssystem-Versionen ausgestattet seien.


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