Nähe zu demokratiefeindlichen Gruppen? Bremer AfD-Chef wegen „ultrarechtem“ Kurs in der Kritik

Von dpa

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Wegen einer angeblich rechten Gesinnung steht der Bremer AfD-Landeschef und künftige Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz in der Kritik. Foto: Imago/Jens JeskeWegen einer angeblich rechten Gesinnung steht der Bremer AfD-Landeschef und künftige Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz in der Kritik. Foto: Imago/Jens Jeske

Bremen. Wegen einer angeblich rechten Gesinnung steht der Bremer AfD-Landeschef und künftige Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz in der Kritik.

Der mitgliederstärkste Kreisverband Mitte-West distanziere sich von Magnitzs „ultrarechtem Kurs“, schreibt Kreisvorstand Frank Regener in einer Stellungnahme im Internet. Darin wirft er Magnitz eine Nähe zu demokratiefeindlichen Gruppierungen vor wie der „Identitären Bewegung“, den Bürgern in Wut und der „Patriotischen Plattform“.

Künftig im Bundestag

„Das ist dummes Zeug“, sagte Magnitz dazu. „Das ist einfach der Versuch, mich zu diskreditieren.“. Er sei weder Mitglied der „Patriotischen Plattform“ – einem Rechtsaußen-Zusammenschluss der AfD – noch des radikalen Flügels der Partei. Die AfD hat bei der Bundestagswahl in Bremen zehn Prozent der Stimmen bekommen und schickt mit Magnitz künftig einen Abgeordneten in den Bundestag.

Schon länger interner Zoff

In der Bremer AfD gibt es schon länger Zoff. Gegen den einzigen Bremer Landtagsabgeordneten Alexander Tassis läuft seit 2016 ein Parteiausschlussverfahren. Dieser gehört wie Regener dem Kreisverband Mitte-West an. Auch gegen Regener und weitere Vorstandsmitglieder laufen inzwischen Parteiausschlussverfahren. „Man hat versucht, parallel einen Landesverband zu gründen“, begründete Magnitz. Von parteiinternen Streitigkeiten will er aber nichts wissen. Es seien lediglich einige Querulanten, die für Ärger sorgten.


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