1750 Tiere vor dem Tod gerettet Bremer Nabu plant Teich auf der „richtigen“ Seite

Mehr als 1 750 Kröten hat der Nabu in dieser Saison in der Bremer Neustadt gerettet. Foto: Nabu BremenMehr als 1 750 Kröten hat der Nabu in dieser Saison in der Bremer Neustadt gerettet. Foto: Nabu Bremen

Bremen. Mehr als 1 750 Tiere hat der Bremer Naturschutzbund (Nabu) in dieser Saison vor dem Straßentod bewahrt – Kröten, Frösche und Molche. „Nur“ 1 750 Tiere, sagte Nabu-Geschäftsführer Sönke Hofmann, denn in den vergangenen zwei Jahren sammelte der Nabu jeweils mehr als 3 000 Kröten ein.

Seit drei Jahren stellt der Nabu entlang der Senator-Apelt-Straße in der Neustadt im Winter einen Krötenzaun auf. Dieser leitet die Tiere in vergrabene Eimer, wo Ehrenamtliche sie einsammeln und über die Straße tragen. Langfristig will der Nabu einen Teich auf der „richtigen“ Straßenseite anlegen und so den Zaun überflüssig machen, sagte Hofmann.

Großer Zulauf an freiwilligen Helfern

„Mehr Helfer, weniger Kröten“, bilanzierte er. Der Zulauf an freiwilligen Helfern sei dieses Jahr enorm gewesen. Vom Mutter-Sohn-Tandem bis zur Mitarbeiterin eines Betriebes in der Nähe: Mehr als 17 Helfer deckten die beiden täglichen Kontrollgänge sechs Wochen lang ab. Ganz bewusst hatten die Naturschützer die Aktion niedrigschwellig angelegt und keine wissenschaftliche Studie daraus gemacht, so der Nabu-Geschäftsführer.

1753 Kröten, vier Frösche und vier Molche gerettet

„Nach Angaben der Mitmacher waren es exakt 1 753 Kröten, vier Frösche und vier Molche“, sagte er. Ob die Arten sauber unterschieden wurden, „ist doch egal“, so O-Ton Sönke Hofmann. Die Helfer hätten vielen Kröten das Leben gerettet. Denn nicht nur direkt überfahrene Amphibien sterben seinen Angaben zufolge im Straßenverkehr, auch der Sog unter den Autos sei schon ab 30 Kilometer pro Stunde tödlich für die Tiere, so Hofmann.


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