Agressive Stimmung im Presseclub Linke stören Diskussion der CDU in Bremen

Linke Demonstranten, hier bei einem Protestmarsch gegen einen Naziaufzug am Bremer Hauptbahnhof, haben eine Diskussion der CDU lautstarkt gestört. Symbolfoto: Ingo Wagner/dpaLinke Demonstranten, hier bei einem Protestmarsch gegen einen Naziaufzug am Bremer Hauptbahnhof, haben eine Diskussion der CDU lautstarkt gestört. Symbolfoto: Ingo Wagner/dpa

Bremen. Von wegen Meinungsfreiheit: Linke Demonstranten haben am Montagabend gegen eine Diskussionveranstaltung der Bremer CDU protestiert. Schließlich muste die Polizei eingreifen. Eine Polizeisprecherin berichtete am Dienstag auf Nachfrage von rund 45 Menschen, die sich zunächst im Schnoor versammelt hatten und dann zum Presseclub marschierten. Hier fand eine Podiumsdiskussion zwischen dem CDU-Kreisvorsitzenden Bremen-Stadt, Jens Eckhoff, und der Buchautorin und Journalistin Birgit Kelle statt. Lautstark, so eine CDU-Sprecherin, versuchten die Demonstranten, die Diskussion zu stören. Nach Polizeiangaben drängten sich rund 30 Menschen in das kleine Foyer des Presseclubs. Erst nach Aufforderung der Polizei verließen sie das Gebäude. Insgesamt rückte die Polizei mit mehreren Einsatzfahrzeugen an und bewachte die Veranstaltung bis zum Ende.

Birgit Kelle, unter anderem Gast in Talkshows wie „Lanz“, „Maischberger“ und „Hart aber fair“, tritt dafür ein, dass sich Frauen auch für ein traditionelles Familienleben entscheiden dürfen, ohne deswegen „schief angesehen“ zu werden. Sie selbst hat vier Kinder.

CDU-Landeschef Jörg Kastendiek kritisierte den Protest der Demonstranten scharf. „Der Versuch, eine Diskussion auf diese Art und Weise zu sabotieren, fördert das merkwürdige Demokratieverständnis dieser Menschen zutage. Wir brauchen keine Gesinnungspolizei oder Meinungsüberwachung in einer Demokratie“, sagte Kastendiek.

Bürgerschaftabgeordnete der Linken rief  in den sozialen Netzwerken zur Beteiligung an dem Protest auf

Er bezeichnete es als „befremdlich“, dass auch die Bürgerschaftsabgeordnete der Linken, Sofia Leonidakis, zur Beteiligung an dem Protest in den sozialen Netzwerken aufgerufen und bei der Aktion mit „lautstarken Parolen, Trommeln und Pfeifen“ mitgewirkt habe. „Ich bin davon ausgegangen, dass gerade Parlamentarier jeglichem Krawall eine Diskussion und den Austausch von Argumenten vorziehen – sofern man welche hat“, so der Landesvorsitzende. Stattdessen habe eine aggressive Stimmung geherrscht.


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