Bildung Bremen ordnet begrenzte Maskenpflicht für Schulen an

Von dpa

Ein Plakat mit der Aufschrift „Maskenpflicht“.Ein Plakat mit der Aufschrift „Maskenpflicht“.
Kay Nietfeld/dpa/Symbolbild

Bremen. Das Bundesland Bremen ordnet für weiterführende Schulen und Berufsschulen eine begrenzte Maskenpflicht an.

Die Mund-Nasen-Bedeckung solle in Fluren und Gemeinschaftsräumen getragen werden, aber nicht im Unterricht, sagte Bildungssenatorin Claudia Bogedan am Dienstag. Auch die Grundschulen seien ausgenommen. Die Landesregierung rückte damit von ihrer bisherigen Haltung ab, die Schulen über das Tragen von Masken entscheiden zu lassen. In Bremen beginnt das neue Schuljahr wie in Niedersachsen am Donnerstag.

„Es wird ein Schul- und Kitajahr sein, das ganz im Zeichen von Corona stattfindet“, sagte die SPD-Senatorin. Sie sah die Schulen gut darauf vorbereitet. „Es ist Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen.“ Gleichzeitig sei man darauf vorbereitet, im Notfall auch ganze Gruppen, Klassen oder Schulen wieder online zu unterrichten oder in Quarantäne zu schicken.

Die Schulen können für bis zu 120 Schülerinnen und Schüler klassenübergreifende Kohorten bilden, für die dann keine Abstandsregel gilt. Der Senat beschloss am Dienstag, dass auch Kitas Kohorten mit bis zu 60 Kindern bilden dürfen. Damit könnten gruppenübergreifende Angebote gemacht werden, sagte Bogedan. Das komme der Früh- und Spätbetreuung zugute.

Die CDU kritisierte, dass die neue Maskenpflicht erst zwei Tage vor Schulanfang bekanntgegeben wurde. Es sei auch nicht gut, die Grundschulen auszunehmen, sagte Bildungssprecherin Yvonne Averwerser. Die Union schlage vor, dass die Masken in den ersten zwei Wochen auch im Unterricht getragen werden sollten, um Infektionen durch Reiserückkehrer auszuschließen.

An den Schulen in der Stadt Bremen werden im neuen Schuljahr 54 700 Schülerinnen und Schüler lernen, in Bremerhaven sind es etwa 16 000 Schülerinnen und Schüler.


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