Forschung Forschungsteam will Roboter für den Einzelhandel entwickeln

Von dpa

Michael Beetz, Direktor des Instituts für Künstliche Intelligenz, präsentiert einen Roboter. Foto: Sina Schuldt/dpaMichael Beetz, Direktor des Instituts für Künstliche Intelligenz, präsentiert einen Roboter. Foto: Sina Schuldt/dpa

Bremen. Eine Gruppe von Bremer Forscherinnen und Forschern will Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik in den Einzelhandel bringen.

Roboter könnten beispielsweise Regale und Produkte scannen und virtuell erfassen. Wer dann nur nach veganen Lebensmitteln sucht, könnte sich diese mittels einer App anzeigen lassen, sagte Michael Beetz, der Direktor des Instituts für Künstliche Intelligenz an der Universität Bremen, bei der Projektvorstellung am Donnerstag.

„Es geht nicht darum, Arbeitsplätze wegzurationalisieren. Der Kern ist, dass diese Technologie Dinge ermöglicht, die vorher nicht möglich waren“, sagte Beetz. Das Projekt „Knowledge4Retail“ wird vom Bundeswirtschaftsministerium mit 13 Millionen Euro gefördert und ist eine Zusammenarbeit von insgesamt 13 Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft in der Hansestadt. Es hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Um die Praxistauglichkeit zu erproben, haben die Forscherinnen und Forscher einen Drogeriemarkt nachgebaut. Sie testen darin ihren Prototypen „Donbot“ - benannt nach einem Roboter aus der Zeichentrickserie „Futurama“.

Der fuhr zwar noch recht schwerfällig durch die Regalreihen, konnte diese aber bereits abscannen und in Computermodelle umrechnen. Konkrete Anwendungen für Kunden werden im Rahmen des Forschungsprojekts jedoch nicht erprobt. Zunächst gehe es lediglich darum, die technischen Grundlagen zu schaffen, wie Beetz betonte.


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