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Kurz vor der Landtagswahl 2019 Bremer CDU-Chef Jörg Kastendiek gestorben

Von Christian Ströhl und dpa

Jörg Kastendiek, Vorsitzender CDU in Bremen, ist nach schwerer Krankheit am Dienstag gestorben.  Foto: dpa/Carmen JaspersenJörg Kastendiek, Vorsitzender CDU in Bremen, ist nach schwerer Krankheit am Dienstag gestorben. Foto: dpa/Carmen Jaspersen

Bremen. Der Landesvorsitzende der CDU Bremen, Jörg Kastendiek, ist nach langer Krankheit gestorben.

Der Bremer CDU-Landesvorsitzende und Ex-Wirtschaftssenator Jörg Kastendiek ist nach einer schweren Krankheit am Montag im Alter von 54 Jahren gestorben. Das teilte der CDU-Landesverband am Dienstag mit. Der Diplom-Ingenieur führte die CDU des kleinsten deutschen Bundeslandes seit Ende 2012 und war von 2005 bis 2007 Senator für Wirtschaft, Häfen und Kultur. Kastendiek gehörte über 25 Jahre dem Landtag – der Bremischen Bürgerschaft – an, die am 26. Mai neu gewählt wird. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende, Jens Eckhoff, zeigte sich tief betroffen und erklärte: "Sein viel zu früher Tod hinterlässt uns alle fassungslos."

Der gebürtige Bremer war verheiratet und Vater eines Sohnes. Er engagierte sich bis zuletzt auch im Wahlkampf für seine Partei und trat regelmäßig als Redner bei Veranstaltungen auf. Auf ihn ging auch der Vorschlag zurück, den bis Anfang 2018 politisch weitgehend unbekannten Software-Unternehmer Carsten Meyer-Heder als Spitzenkandidaten für die anstehende Landtagswahl zu wählen.

Für die Partei gelebt

Aus der CDU-Landeszentrale hieß es, der auf kommenden Donnerstagabend terminierte CDU-Landesparteitag werde statt des angekündigten Starts in die heiße Wahlkampfphase eher ein nachdenklicher Parteitag werden. Die Parteiführung sei auch über den Wahltag hinaus zunächst bei den drei Stellvertretern und dem Landesgeschäftsführer in sicheren Händen.

Einer der engsten Weggefährten Kastendieks war Fraktionschef Thomas Röwekamp. "Die CDU Bremen verliert durch seinen Tod ihren Landesvorsitzenden, der auch mit aller Kraft bis in die letzten Tage für diese Partei gelebt und gekämpft hat", betonte er. "Um seine Krankheit hat er kein Aufheben gemacht, sondern sich ihr immer wieder entgegengestellt."



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