Flyer mit Verhaltensregeln verteilt Polizei Bremen geht gegen verkehrsgefährdende Hochzeitskonvois vor

Von dpa

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Nach einer Vielzahl aus dem Ruder gelaufener Korsofahrten von Hochzeitsgesellschaften im letzten Jahr geht die Bremer Polizei nun in die Offensive. Foto: Carmen Jaspersen/dpaNach einer Vielzahl aus dem Ruder gelaufener Korsofahrten von Hochzeitsgesellschaften im letzten Jahr geht die Bremer Polizei nun in die Offensive. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Bremen. Nach einer Vielzahl aus dem Ruder gelaufener Korsofahrten von Hochzeitsgesellschaften im letzten Jahr geht die Bremer Polizei nun in die Offensive.

In beliebten Veranstaltungsorten, Kulturvereinen und Brautmodengeschäften werden Handzettel mit Verhaltensregeln auf deutsch und türkisch verteilt, sagte ein Sprecher am Freitag. Zuvor hatte Radio Bremen darüber berichtet. In dem Flyer wird auch daraufhingewiesen, dass das Abfeuern von Waffen jeder Art und das Zünden von Feuerwerkskörpern zu unterlassen ist. (Weiterlesen: Hochzeitskonvoi in Bremen außer Rand und Band)

Im letzten Jahr registrierte die Polizei 20 Hochzeitskonvois, bei denen die Beteiligten Straftaten und grobe Ordnungswidrigkeiten wie Gefährdung des Straßenverkehrs begingen. Im September 2017 hatten Teilnehmer einer türkischen Hochzeitsgesellschaft Böller in der Innenstadt gezündet und mit Schreckschusswaffen in die Luft geschossen. Die Beamten stoppten die Gesellschaft und beschlagnahmten diverse Waffen und Munition.

„Es gab eine gefühlte Zunahme von solchen Hochzeitskonvois“, sagte der Sprecher. Deshalb habe die Polizei ein Konzept entwickelt, wie mit den Vorfällen umzugehen ist. Dazu gehöre neben der Prävention in Form des Flyers auch das konsequente Einschreiten der Polizei. Autos könnten beschlagnahmt und die Fahrerlaubnis entzogen werden.


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