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Verbindung zu Fällen in Niedersachsen Geldautomatensprengung in Bremen ist wohl Werk der Audi-Bande

Von dpa

In Bremen ist in der Nacht zum Montag ein Geldautomat gesprengt worden, wobei die Spur erneut auf die sogenannte Audi-Bande aus den Niederlanden weist. Foto: NonstopnewsIn Bremen ist in der Nacht zum Montag ein Geldautomat gesprengt worden, wobei die Spur erneut auf die sogenannte Audi-Bande aus den Niederlanden weist. Foto: Nonstopnews 

Bremen. In Bremen ist in der Nacht zum Montag ein Geldautomat gesprengt worden, wobei die Spur erneut auf die sogenannte Audi-Bande aus den Niederlanden weist.

Zwei maskierte und dunkelgekleidete Unbekannte hätten den Automaten im Stadtteil Gröpelingen in die Luft gejagt und dabei Bargeld in noch nicht bezifferbarer Höhe erbeutet, teilte die Polizei mit. Anschließend flohen sie in einer schwarzen Audi-Limousine.

Zuletzt vor sechs Tagen hatten zwei Unbekannte in Schüttdorf in der Grafschaft Bentheim einen Geldautomaten gesprengt und waren ebenfalls mit einem schwarzen Audi über die Autobahn Richtung Niederlande geflohen. Die Beute blieb unklar. Ergebnislos fahndete die niederländische Polizei später in Grenznähe per Hubschrauber und mit Spürhunden nach den möglichen Tätern.

Seit Längerem machen Fahnder in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen die Audi-Bande für eine Vielzahl von Automatensprengungen verantwortlich. Ihren Namen verdankt die Bande ihrem Faible für PS-starke Limousinen der Marke, mit denen sie mit bis zu Tempo 250 der Polizei davon rasen. Fahnder haben als Hauptverantwortliche eine Gruppe rund 250 marokkanischstämmiger Niederländer aus dem Raum Utrecht/Amsterdam ausgemacht.

In Bremen ist in der Nacht zum Montag ein Geldautomat gesprengt worden, wobei die Spur erneut auf die sogenannte Audi-Bande aus den Niederlanden weist. Foto: Nonstopnews

Wie das Landeskriminalamt mitteilte, gab es in Niedersachsen in diesem Jahr bislang sieben erfolglose Versuche, über das Aufsprengen von Automaten an Geld zu gelangen, bei lediglich zwei weiteren Sprengungen gelangten die Täter an Geld. Damit setzt sich nach LKA-Angaben der Trend fort, dass Automatensprenger zunehmend erfolglos bleiben. 2017 schlugen die Ganoven 23 Mal in Niedersachsen zu, nur in 11 Fällen erbeuteten sie dabei auch Geld.