Arbeiten am „Waller Sand“ Bremer Stadtstrand in der Überseestadt nimmt Gestalt an

Bremen bekommt einen neuen Stadtstrand: Der Spatenstich für den „Waller Sand“ in der Überseestadt war bereits 2017 und langsam nimmt der Strand Gestalt an. Doch in diesem Jahr kann man dort noch nicht im Sommer entspannen. Foto: imago/CHROMORANGEBremen bekommt einen neuen Stadtstrand: Der Spatenstich für den „Waller Sand“ in der Überseestadt war bereits 2017 und langsam nimmt der Strand Gestalt an. Doch in diesem Jahr kann man dort noch nicht im Sommer entspannen. Foto: imago/CHROMORANGE

pm/kan Bremen. Bremen bekommt einen neuen Stadtstrand: Der Spatenstich für den „Waller Sand“ in der Überseestadt war bereits 2017 und langsam nimmt der Strand Gestalt an. Doch in diesem Jahr kann man dort noch nicht im Sommer entspannen.

Das Projekt „Waller Sand“ bekam den Startschuss im August vergangenen Jahres mit dem ersten Spatenstich. Seitdem wird der neue Stadtstrand in Bremen realisiert: Am Wendebecken entsteht ein neues Freizeit- und Erholungsgebiet für die Überseestadt und die angrenzenden Stadtteile Walle und Gröpelingen. Die Lage am Wendebecken sei ein Ort mit Potenzial, erläutert die Wirtschaftförderung Bremen (WFB). Links der Molenturm, gegenüber die Getreideverkehrsanlage, dazu der Schiffverkehr: Der „Waller Sand“ soll diesem Teil der Überseestadt neues Leben einhauchen.

In erster Linie Hochwasserschutz

Der Strand ist attraktiv als neuer Freizeitort am Wasser und mit der Weserfähre von Gröpelingen und Pusdorf gut erreichbar, aber bei den Arbeiten steht vor allem der Hochwasserschutz im Mittelpunkt, heißt es in einer Pressemitteilung der WFB. Um 90 bis 120 Zentimeter wird der Uferbereich am Wendebecken gemäß Generalplan Küstenschutz angehoben. Spüldeiche werden als neue Ufereinfassung errichtet, in deren Schutz bis in die Sommermonate hinein rund 150.000 Kubikmeter Sand über Schiffsanlieferungen an die Uferböschung angespült werden.

Fertigstellung im Frühjahr 2019

Sobald der Sand aufgeschüttet ist, beginnt die Ausgestaltung des Ufers und des Strandparks. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Frühjahr 2019 dauern, erst dann ist er für die Öffentlichkeit zugänglich.

Baden ist aus Sicherheitsgründen am „Waller Sand“ nicht erlaubt, da weiterhin Schiffe am Wendebecken verkehren werden. Wenn der Stadtstrand und der Park umfassen nach der Fertigstellung eine Fläche von rund 2,2 Hektar – das entspricht ungefähr der Größe von drei Fußballfeldern.

Kampfmittelräumdienst seit Januar im Einsatz

Bis Mitte März 2018 wurden entlang des Wendebeckens Spundwände zum Hochwasserschutz eingebaut. Bis Mitte Mai 2018 sollen die Stahlbetonarbeiten an der Überseepromenade zum Bau der Hochwasserschutzlinie dauern.

Sobald diese Arbeiten beendet sind, wird der Uferbereich rund ums Wendebecken neu gestaltet. Dazu zählen neben der Modellierung des Sandes auch der Bau eines Uferweges entlang des Wassersaums sowie Holzbohlenwege als Verbindungselemente zum zukünftigen Gustaf-Erikson-Ufer, verschiedene Freizeiteinrichtungen und Bepflanzungen. Der Kampfmittelräumdienst ist seit Januar im Einsatz und prüft das Gelände.

Strand ab Mai 2018 sichtbar

Die Deiche werden vor allem unter Wasser errichtet. Seit März 2018 können bei Niedrigwasser die Deichkrone der Schüttdeiche und der Strand beobachtet werden. Im Mai 2018 wird der Strand auch bei Hochwasser sichtbar sein. Rund 150.000 Kubikmeter Sand werden über Schiffsanlieferungen aufgespült und -gefüllt. Die Kosten betragen etwa 8,7 Millionen Euro, von denen fast 85 Prozent durch Bund und EU übernommen werden.

Bereits im vergangenen Jahr wurden die landseitigen Bauarbeiten zur Umgestaltung des Molenturm-Areals begonnen, die im Frühjahr 2018 weitgehend abgeschlossen sein werden. Allerdings bleibt das Areal am Leuchtturm gemeinsam mit weiteren Bereichen am Wendebecken gesperrt. Aus Sicherheitsgründen ist eine Öffnung für Fußgänger oder Fahrradfahrer nicht zulässig, solange die Bauarbeiten für den „Waller Sand“ laufen. Für den Fähranleger wird zwischen April und Oktober 2018 entweder ein Ersatzanleger an anderer Stelle eingerichtet oder der Fähranleger wird über einen schmalen Zugang erreichbar sein.


Über die Bremer Überseestadt

Die Bremer Überseestadt ist mit einer Fläche von knapp 300 Hektar eines der größten städtebaulichen Projekte Europas. Das alte Hafenrevier wandelt sich zu einem modernen „Standort der Möglichkeiten“ mit einer Mischung aus Dienstleistung, Bürobetrieben, Hafenwirtschaft, Logistik, Freizeit, Wohnen und Kultur. Die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH ist im Auftrag der Freien Hansestadt Bremen für die Entwicklung, Erschließung und Vermarktung der Überseestadt zuständig.