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Aufstieg im Nachrückverfahren als Option Artland Dragons: Mit PlanB in die ProA?

Von Malte Schlaack

Doch bald in der ProA? Die Artland Dragons haben möglicherweise noch eine Chance auf den Aufstieg. Foto: Rolf KamperDoch bald in der ProA? Die Artland Dragons haben möglicherweise noch eine Chance auf den Aufstieg. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Sportlich ist die Saison in der ProB für die Artland Dragons seit einem Monat bereits beendet. Nach dem frühen Aus in den Playoffs gegen Würzburg schien der Aufstieg für die Quakenbrücker Basketballer eigentlich schon erledigt. Eventuell gibt es jetzt aber doch noch einen Plan B auf dem Weg in die ProA.

Am Wochenende stehen im Halbfinale der Playoffs jeweils die entscheidenden dritten Spiele auf dem Programm. Am Samstag empfängt PS Karlsruhe die Scanplus Baskets Elchingen, am Sonntag spielen die Weißenhorn Youngstars gegen die VfL Astrostars Bochum. In beiden Serien steht es 1:1, die Sieger machen also den Finaleinzug perfekt und erwerben damit das sportliche Aufstiegsrecht. (Weiterlesen: Spielbericht zum Aus in den Playoffs gegen Würzburg).

Nachrücker in der Mehrzahl

Dass es damit allerdings nicht getan ist, haben die vergangenen Jahre gezeigt. 2015 zum Beispiel hatten Wedel und Oldenburg das Endspiel erreicht – und beide verzichtet. Letztlich stiegen mit Hanau und Rhöndorf ein Achtel- bzw. ein Viertelfinalist auf. Im vergangenen Jahr standen sich Ehingen und Frankfurt gegenüber, und nur Ehingen ging hoch, Dresden rückte als Halbfinalist nach.

Welcher Halbfinalist will hoch?

Dass ein solches Szenario auch in dieser Saison passieren kann, ist immerhin im Bereich des Möglichen. Im Vorfeld klar zum Aufstieg positioniert hat sich von den vier Halbfinalisten nur Karlsruhe. Das wiederum bedeutet aber auch nicht, dass die anderen drei nicht wollen. Aus dem Weißenhorner Umfeld ist zu hören, dass ein Aufstieg durchaus in Angriff genommen werden soll, wenn die sportliche Qualifikation erreicht wird. Die Verantwortlichen in Elchingen haben ebenfalls angekündigt, dass der Wille vorhanden ist. Ein Bochumer Aufstieg scheint indes unwahrscheinlich.

Dragons positionieren sich

Sollten mindestens drei der vier Halbfinalisten die Voraussetzungen nicht erfüllen oder freiwillig verzichten, kämen die Dragons ins Spiel. „Wir haben aus organisatorischer Sicht alles möglich gemacht, um als Nachrücker bereitzustehen“, sagt Geschäftsführer Marius Kröger. Dass es im Fall der Fälle kein sportlich erreichter Aufstieg wäre, ist zweitrangig. „Wir sind es unseren Fans, Sponsoren und der Organisation schuldig, in der höchstmöglichen Liga zu spielen“, betont Kröger. (Weiterlesen: Dragons verarbeiten erneut frühes Aus in den Playoffs).

Entscheidung kommende Woche?

Wie realistisch das ist, lässt sich aktuell noch nicht sagen. „Wir haben uns entschieden, vorab grundsätzlich nichts zu diesem Thema zu sagen, auch weil wir in den Prozessen mit den Lizenzanträgen noch gar nicht so weit sind“, sagt Daniel Müller als Geschäftsführer der 2. Basketball-Bundesliga. Eine Entscheidung könnte Ende kommender Woche fallen.


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