Nur nicht noch einmal ärgern lassen Sieg oder Saisonende für die Artland Dragons

Es geht nur zusammen: Benjamin Fumey (rechts) und Chris Frazier (links) helfen ihrem Teamkollegen Philipp Lieser beim Spiel der Dragons in Würzburg wieder auf. Foto: Christian WüstEs geht nur zusammen: Benjamin Fumey (rechts) und Chris Frazier (links) helfen ihrem Teamkollegen Philipp Lieser beim Spiel der Dragons in Würzburg wieder auf. Foto: Christian Wüst

Quakenbrück. Das dritte Spiel in den Playoffs ist ein Endspiel. Die Artland Dragons müssen am Abend (19.30 Uhr, Artland Arena) gegen die TG s.Oliver Würzburg gewinnen, wenn die Saison in der ProB für die Quakenbrücker Basketballer nicht vorzeitig beendet sein soll.

Nach der ernüchternden 69:81-Niederlage am Sonntag in Würzburg blieb den Dragons gar nicht viel Zeit zum Nachdenken. Um 3 Uhr in der Nacht war die Mannschaft wieder in Quakenbrück, um 12 Uhr am Montagmittag baten die Trainer Florian Hartenstein und Christian Greve schon wieder zum Videostudium. (Weiterlesen: Der Liveticker von der Niederlage in Spiel zwei in Würzburg).

Würzburg wittert die Überraschung

Vergnügungssteuerpflichtig war das gezeigte Material dabei sicher nicht. Das Trainerteam sprach die vielen Defizite aus Spiel zwei des Achtelfinals an und auch die Mannschaft äußerte sich zu ihrem schwachen Auftritt. Dazu gehörte erneut das Reboundverhalten. Allein Würzburgs Max Ugrai (11) und Lukas Wank (10) holten zusammen 21 Rebounds – die Dragons als Team nur 23.

Würzburg ist bereits am Montag angereist und wittert seine Chance auf die Überraschung. Ugrai und Wank sind jedenfalls aller Voraussicht nach wieder dabei. „Jetzt fahren wir in dem Bewusstsein, dass wir sie ärgern können, noch einmal nach Quakenbrück. Mal sehen, wie sie darauf reagieren“, hatte Trainer Peter Günschel nach dem Heimsieg angekündigt.

Die Qualität ist vorhanden

Wie die Reaktion der Dragons ausfallen soll ist klar. „Wir haben darüber geredet, was wir erwarten und hoffen, dass es ankommt“, sagt Hartenstein. Die Mannschaft hat das Spiel in Würzburg ohne Blessuren überstanden, entsprechend stehen alle Spieler zur Verfügung, um ein Aus in der ersten Runde der Playoffs wie im Vorjahr zu verhindern. Die Qualität dafür ist zweifellos vorhanden, außerdem haben die Drachen in dieser Saison schon häufiger nach schwächeren Leistungen ein anderes Gesicht gezeigt.

Fans als wichtiger Teil

Beim Einzug ins Viertelfinale helfen sollen auch die Fans in der Artland Arena. In der Kürze der Zeit lief der Vorverkauf ordentlich, an der Abendkasse wird es für Kurzentschlossene natürlich auch die Möglichkeit geben, das Team zu unterstützen. „Wir sind sehr heimstark und ich hoffe, dass die Fans kommen, obwohl wir zuletzt nicht so gut gespielt haben. Sie sind ein wichtiger Teil der Mannschaft“, betont Hartenstein. In der regulären Saison hatten die Dragons nur die Heimspiele gegen Rostock und Bernau verloren. (Weiterlesen: Liveticker vom Sieg im ersten Spiel gegen Würzburg).

Ans Herz erinnern

Eine Niederlage jetzt würde das aprupte Ende der Saison bedeuten, doch daran wollen die Dragons gar nicht denken. „Wenn man das nicht als Motivation nimmt, dann ist man im falschen Sport“, stellt der Coach klar. Am Montag stand neben dem Videostudium eine leichte Wurfeinheit und Regeneration auf dem Programm, am Spieltag gibt es dann vormittags die übliche Einheit. „Jetzt mit voll Power zu trainieren würde gar nichts bringen“, betont Hartenstein.

Worauf es außerdem ankommt weiß sein Trainerkollege Greve: „Wir müssen das Team noch einmal dran erinnern, dass es Herz hat und dann die kleinen Dinge besser macht als in Würzburg.“


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