Niederlage in Itzehoe Harter Kampf der Artland Dragons nicht belohnt

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Auf dem Foto im schwarzen Trikot: Stacy Wilson von den Dragons (r.) im Duell gegen Flavio Stückemann. Foto: Christian WüstAuf dem Foto im schwarzen Trikot: Stacy Wilson von den Dragons (r.) im Duell gegen Flavio Stückemann. Foto: Christian Wüst

Itzehoe. Die Basketballer der Artland Dragons haben das letzte Auswärtsspiel der regulären Saison in der ProB bei den Itzehoe Eagles mit 71:77 (32:36) verloren. Die personell arg gebeutelten Quakenbrücker zeigten dabei eine kämpferisch starke Leistung, wurden dafür aber letztlich nicht belohnt.

Die Zeichen standen schon vor dem Spiel schlecht für die Dragons. Kapitän Benjamin Fumey hatte seine Fußverletzung nicht auskuriert und fehlte komplett. Mark Nwakamma (Zerrung) machte sich zwar teilweise mit warm, kam jedoch ebenfalls nicht zum Einsatz. Darüber hinaus stand Blanchard Obiango aus disziplinarischen Gründen nicht im Kader, sodass es dem Team erheblich an Körpergröße und damit Möglichkeiten unter dem Korb fehlte. Die Starting Five bildeten so Matt Reid, Chris Frazier, Philipp Lieser, Max Rockmann und Greg Graves.

Zonenverteidigung und viel Einsatz

Um den klaren Größennachteil halbwegs zu kompensieren, spielten die Drachen in der Verteidigung eine Zone. Das funktionierte zu Beginn des Spiels sehr gut und so dauerte es vier Minuten, bis Itzehoe seine ersten Zähler erzielte. Die Quakenbrücker hatten zu diesem Zeitpunkt durch Rockmann (4) und Stacy Wilson gepunktet und führten so mit 6:2. Reid saß zu diesem Zeitpunkt schon mit zwei Fouls auf der Bank, seine Teamkollegen machten ihre Sache aber zunächst weiterhin gut, spielten sehr aggressiv und dennoch diszipliniert. Nach und nach kam Itzehoe dann aber etwas besser ins Spiel, Ex-Drache Flavio Stückemann verwandelte hintereinander zwei Dreier zum 10:11 (7.) und die Gastgeber übernahmen weitgehend die Kontrolle beim Rebound. Die Dragons hielten aber mit viel Einsatz dagegen und so stand es nach dem ersten Viertel ausgeglichen 16:16.

Mit Willen gegen das Reboundproblem

Im zweiten Abschnitt blieb es zu Beginn so ausgeglichen und umkämpft. Die Dragons spielten mit viel Intensität, hatten im Angriff bei einigen Würfen aber Pech und verpassten es so zunächst, sich mehr für ihre harte Arbeit in der Defense zu belohnen. Nach einem Mitteldistanzwurf von Graves führten die Drachen mit 24:20 (15.), wobei Itzehoe sehr schlecht traf, sich aber durch Offensivrebounds immer wieder zweite und dritte Chancen erspielte. Center Kaimyn Pruitt hatte so nach anderthalb Vierteln schon elf Rebounds geholt. Nach vielen Problemen in den letzten Spielen schien dann Frazier seinen Wurf wiedergefunden zu haben und traf zwei Dreier in Folge (30:27, 18.). Zum Ende des Viertels waren dann aber noch einmal die Eagles am Zug und erspielten sich sich eine 36:32-Führung zur Pause.

Aggressive Spielweise wird belohnt

Zu Beginn der zweiten Hälfte stockte die Offensive der Drachen weiterhin, nach rund zwei Minuten zog Reid dann aber erfolgreich zum Korb und wurde dabei gefoult, vergab aber den Bonusfreiwurf. Itzehoe kam in dieser Phase etwas leichter zu Punkten und setzte sich kurz ab, die Dragons hielten aber wie schon im ganzen Spiel mit Kampfkraft dagegen und wurden mit dem Dreier von Wilson zum 39:42 belohnt. Kurz danach zog Rockmann ein unsportliches Foul und verwandelte beide Freiwürfe. Die Quakenbrücker warfen wenig von Außen, zogen dafür viel zum Korb und diese Spielweise wurde belohnt. Bereits nach vier Minuten im dritten Viertel hatten die Eagles fünf Mannschaftsfouls. An der Freiwurflinie und unter dem Korb erspielten sich die Dragons so eine 50:45-Führung (26.). Itzehoe antwortete zwar, aber die Gäste hatten dieses Spiel und die personellen Probleme längst angenommen und kämpften beeindruckend. Die Eagles brachten sich außerdem zunehmend in Foulprobleme – Qa`rraan Calhoun war kurz vor Ende des dritten Viertels bereits aus dem Spiel – und so führten die Drachen nach 30 Minuten mit 60:57.

Am Ende fehlt die Kraft

Den Schlussabschnitt eröffnete Matt Reid mit zwei Punkten. Kurze Zeit später hatte Frazier dann den offenen Dreier beim Stand von 64:59. Er traf allerdings nicht, dafür Henningsen auf der Gegenseite und statt mit acht Punkten führten die Dragons nur mit zwei Zählern (64:62, 33.). Sie ließen sich davon aber zunächst nicht beeindrucken und Reid übernahm nun vor allem in der Offensive das Kommando. Doch die Gastgeber antworteten: Innerhalb weniger Angriffe drehte Itzehoe die Partie wieder und führte rund fünf Minuten vor Schluss mit 69:68. Die Drachen verließen allmählich die Kräfte und bei den Eagles war wie aus dem Nichts der zuvor unauffällige Topscorer Henningsen zur Stelle. Er traf einen Dreier zum 72:68, auf der Gegenseite fiel bei den Quakenbrückern gar nichts mehr. Rund vier Minuten blieben sie in der entscheidenden Phase ohne Punkte, dann traf Frazier 59 Sekunden vor Schluss einen Dreier zum 71:74 aus Sicht der Dragons. Nach einer Auszeit erhöhte Henningsen per Zug zum Korb wieder auf fünf Punkte Abstand (76:71). Nach einer weiteren Auszeit wurde Reid von Pruitt (insgesamt 22 Rebounds) geblockt und die Partie war entschieden.

Sturz auf Platz vier droht

Insgesamt eine extrem bittere Niederlage für die Dragons, die damit am Sonntag bis auf Platz vier abrutschen können. Bester Werfer einer stark kämpfenden Mannschaft war Greg Graves mit 19 Punkten. Positiv anzumerken is aber auf jeden Fall, dass die Quakenbrücker trotz klarer körperlicher Unterlegenheit nie aufgaben, am Ende aber die Kraft fehlte. Das letzte Spiel der regulären Saison steht am kommenden Samstag ab 19.30 Uhr gegen den FC Schalke 04 auf dem Programm.


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