Duell der Statistikzwillinge Dragons wollen in Bochum den nächsten Schritt machen

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Durchsetzungsstark: Im Hinspiel hatten die Artland Dragons (im weißen Trikot Philipp Lieser) beim 74:57 gegen Bochum alles im Griff. Foto: Rolf KamperDurchsetzungsstark: Im Hinspiel hatten die Artland Dragons (im weißen Trikot Philipp Lieser) beim 74:57 gegen Bochum alles im Griff. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Die Teilnahme an den Playoffs in der ProB steht länger fest, jetzt wollen die Basketballer der Artland Dragons den nächsten Schritt machen. Mit einem Sieg am Samstag (19 Uhr) bei den VfL Astrostars Bochum wäre der Heimvorteil in der ersten Runde bereits gesichert.

Wie schwierig dieses nächste Etappenziel allerdings zu erreichen sein wird, verdeutlicht ein Blick auf die Tabelle. Bochum hat bisher alle seine neun Heimspiele gewonnen und dabei unter anderen die Topteams aus Bernau und Iserlohn bezwungen. (Weiterlesen: Wette der Artland Dragons: Wieviele kommen zu Spiel gegen Bernau?)

Viele Assists, wenig Rebounds

Vor dieser Begegnung lohnt sich allerdings auch ein tieferer Blick in die Zahlen. In fast jeder Kategorie liegen die Dragons und die Astrostars beinahe gleichauf, und so wird es zum Duell der Statistikzwillinge. Beide Teams lassen zum Beispiel den Ball gut laufen und geben entsprechend viele Assists (Dragons 17,8, Astrostars 19,9). Auf der anderen Seite bestehen Probleme beim Rebound. 35,2 auf Quakenbrücker sowie 35,8 im Schnitt auf Bochumer Seite sind die schwächsten Werte in der Nordstaffel der ProB.

Center Haucke vor der Rückkehr

Für die Arbeit unter den Körben könnte sich bei den Gastgebern etwas tun. Nachdem Michael Haucke mit einer Rückenverletzung in den letzten Spielen gefehlt hat, steht der 2,10m große Center zum Spiel gegen die Dragons vor der Rückkehr. Ungewiss ist noch der Einsatz des zweitbesten Bochumer Werfers Clay Wilson (12,1 Punkte). Erfolgreichster Scorer im Team von Trainer Kai Schulze ist Gary Johnson (14,8). Insgesamt punkten allerdings sechs Spieler im Schnitt zweistellig.

Vorbereitung auf stärksten Gegner

Wer beim Gegner letztendlich aufläuft oder fehlt, ist für Florian Hartenstein erst einmal zweitrangig. „Wir wissen, dass wir zuletzt Probleme beim Rebound hatten, und natürlich ist es ein Unterschied, ob Michael Haucke dabei ist oder nicht. Aber wir bereiten uns ohnehin so vor, als wenn alle dabei wären“, sagt der Dragons-Coach. Gemeinsam mit seinem Trainerkollegen Christian Greve hat Hartenstein in Bochum alle personellen Alternativen. (Weiterlesen: Spielbericht vom Sieg in Hinspiel gegen Bochum).

Selbstvertrauen für das Spitzenspiel

Besonders motivieren müssen die beiden ihr Team aus mehreren Gründen wohl nicht. Zum einen wollen die Dragons die Heimserie der Bochumer brechen. Angenehmer Nebeneffekt wäre dann, dass die Quakenbrücker im Falle eines Sieges die Hauptrunde im schlechtesten Fall als Vierter abschließen und damit mindestens in der ersten Runde der Playoffs den Heimvorteil auf ihrer Seite haben. Außerdem würde ein Erfolg weiteres Selbstvertrauen für das Heimspiel gegen Spitzenreiter Lok Bernau am kommenden Samstag geben.

Graves auf dem Weg zur Topform

Ein wesentlicher Faktor kann und soll dabei Greg Graves werden. Nach seiner Knieverletzung nähert sich der Power Forward seiner Topform. „Er ist noch nicht bei 100 Prozent, wird aber von Woche zu Woche schneller, fitter und besser“, freut sich Hartenstein.


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