Mit Selbstvertrauen gegen Wolfenbüttel Artland Dragons wollen nicht locker lassen

Kampfstarker Spielmacher: Matt Reid (in weiß) führt die Dragons auf dem Feld. Foto: KamperKampfstarker Spielmacher: Matt Reid (in weiß) führt die Dragons auf dem Feld. Foto: Kamper

Quakenbrück. Vor rund einem Jahr haben die Basketballer der Artland Dragons gegen die MTV Herzöge Wolfenbüttel ihr Heimspiel verloren. Die Drachen rutschten danach ab, Wolfenbüttel war Tabellenführer. Das sieht vor der Neuauflage am Samstag (19.30 Uhr, Artland Arena) ganz anders aus.

Die Dragons beendeten ihre Premierensaison in der ProB auf Rang sechs, die Herzöge wurden Zweiter. In der ersten Runde der Playoffs war dann aber für beide Teams schon Endstation.

Zur neuen Saison gehörten dann beide zum Favoritenkreis der Liga. Während die Dragons mit sieben Siegen aus den ersten neun Spielen dieser Rolle gerecht werden und mit fünf Erfolgen am Strück die längste Serie aller Mannschaften aktuell haben, hat Wolfenbüttel einige Probleme. Die Mannschaft des langjährigen Quakenbrücker Kotrainers Ralf Rehberger ist nur Zehnter und hat zuletzt dreimal in Folge verloren. (Weiterlesen: Spielbericht zum Arbeitssieg beim RSV Eintracht).

Kader der Herzöge noch ungewiss

Für Dragons-Coach Dragan Dojcin ist das nicht mehr als eine Momentaufnahme. „Sie haben einige neue Spieler und die Liga ist insgesamt stärker. Sie können uns aber auf jeden Fall überraschen, wenn wir nicht 100 Prozent geben“, sagt der Trainer, zumal nicht einmal feststeht, mit welchem Kader die Gäste am Samstag anreisen. Wolfenbüttel hat eine Kooperation mit Bundesligist Basketball Löwen Braunschweig, die mit finanziellen Problemen zu kämpfen haben und so immer wieder Spieler der Herzöge mitnehmen. Für die Partie der Braunschweiger am Samstag in Ulm kommt Lars Lagerpusch in Frage, Luis Figge (Fußverletzung) fällt sicher aus.

Ward der zweitbeste Werfer der Liga

Weitere Leistungsträger bei den Gästen der Dragons sind zwei US-Amerikaner. Khalil Kelley ist ein mit 2,03m ein verhältnismäßig kleiner Center, der im Schnitt 17,2 Punkte und 8,9 Rebounds auflegt. Bemerkenswert ist die Entwicklung von Demetrius Ward. Der Aufbauspieler hat seine Statistiken im zweiten Jahr in Wolfenbüttel erheblich gesteigert. Nach 11,8 Punkten in der Vorsaison sowie nur einem Zähler zum Saisonauftakt in Recklinghausen ist das Kraftpaket (102kg bei 1,88m Körpergröße) mit 21,4 Punkten mittlerweile zweitbester Werfer der Liga hinter Rostocks Jarvis Davis (21,8).

Fünf Siege in Folge geben Selbstvertrauen

Bei den Dragons ist das Selbstvertrauen groß. Die fünf Siege in Folge sind dafür ebenso verantwortlich wie die Spielweise. Das Team um Spielmacher Matt Reid hat in den meisten Situation Lösungen und bleibt auch ruhig, wenn es mal nicht so läuft oder knapp wird, wie zuletzt im Auswärtsspiel beim RSV Eintracht (77:73). „Wir haben gezeigt, dass wir gut gearbeitet haben und werden jetzt auch nicht locker lassen“, betont Dojcin.

Fans geben zusätzliche Motivation

Die Fans der Dragons werden das gerne zur Kenntnis nehmen. Ihre Mannschaft hat bisher alle vier Heimspiele gewonnen und das soll natürlich auch im vorletzten Auftritt in der Artland Arena in diesem Jahr so bleiben. „Die Fans geben uns zusätzlich Motivation, zuhause ist es immer etwas leichter“, sagt Dojcin. Personell hat sich im Vergleich zur Vorwoche nichts geändert. Nach einer guten Trainigswoche sind alle Spieler fit und bereit für das zehnte Saisonspiel.

Dragons sondieren weiter den Markt

Nichts Neues gibt es derweil in Sachen Nachverpflichtung für den verletzten Jonathan Mesghna. Die Drachen sondieren weiter den Markt, wollen sich aber Zeit lassen. Ein, zwei lose Kontaktaufnahmen hat es bereits gegeben, konkret ist aber aktuell noch nichts.


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