Frankreich, Spanien, Argentinien Was machen die ehemaligen Spieler der Dragons?

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Seiten getauscht: 2014 spielte David Holston (m.) für die Drachen gegen JDA Dijon, jetzt spielt er dort.Foto: KamperSeiten getauscht: 2014 spielte David Holston (m.) für die Drachen gegen JDA Dijon, jetzt spielt er dort.Foto: Kamper

Osnabrück. Nach dem Rückzug aus der Basketball-Bundesliga (BBL) hat ein gutes Dutzend Spieler die Artland Dragons verlassen. Doch was machen die Ex-Drachen jetzt?

Es ist 20 Uhr am Dienstagabend. Im Palais des Sports Jean-Michel Geoffroy im ostfranzösischen Dijon steht das Erstligaspiel zwischen JDA Dijon und STB Le Havre an – mittendrin: David Holston und Lawrence Hill. Die beiden ehemaligen Artland Dragons stehen für ihre neuen Teams in der Halle. Lawrence Hill ist am Ende sogar Topscorer (21 Punkte) seiner Mannschaft, verliert aber mit dem STB mit 20 Punkten (69:89) gegen Holstons burgundisches Heimteam.

Das Basketballkarussell dreht sich weiter.

Das Basketballkarussell dreht sich weiter. So selten ein Rückzug eines Pokalsiegers und sicheren Playoff-Kandidaten wie den Artland Dragons gewesen sein mag , so schnell hat sich aber wieder Normalität eingestellt. Klubs stellen sich neu auf, Spieler suchen lukrative Angebote. Die Artland Dragons haben sich für ihre Ziele in der zweigleisigen Dritten Liga (ProB Nord) einen völlig neuen Kader zusammengestellt. Die ehemaligen Drachen verdienen ihre Brötchen nun bei anderen Klubs, in anderen Ligen – sogar auf anderen Kontinenten.

Hill und Holston zog es in die erste französische Liga. Aber auch Spanien, die Türkei oder gar Argentinien stehen auf der Liste der ehemaligen Burgmannstädter. Brandon Thomas hat sich nach einem kurzen Playoff-Intermezzo in Frankreich jetzt Estudiantes Madrid in Spanien angeschlossen; Ex-NBA-Profi Dennis Horner, der bei den Drachen nie wirklich glücklich wurde, spielt nun in der argentinischen Hauptstadt bei Obras Basket Buenos Aires. Center Anthony King hat nach der Reha nach seiner langwierigen Verletzung erst vor wenigen Tagen einen neuen Verein gefunden: Royal Hali Gaziantep aus der ersten türkischen Liga erwarb seine Dienste. Kenny Frease, der nach seiner späten Verpflichtung in der letzten Saison mit guten Leistungen überzeugte, wird in Zukunft bei den Basketball Löwen Braunschweig und damit wieder in der BBL seine Schuhe schnüren.

Deutsche Spieler sehr begehrt

Besonders begehrt waren die Dienste der Ex-Drachen mit einem deutschen Pass: Durch die Ausländerregeln der BBL müssen die Hälfte der Spieler auf dem Spielberichtsbogen Deutsche sein, so haben die Vereine großen Bedarf an talentierten Spielern wie Andreas Seiferth (jetzt Bayern München) oder Bastian Doreth (medi bayreuth). Auch Rollenspieler wie David McCray (MHP Riesen Ludwigsburg) und Tim Schwartz (Crailsheim Merlins) haben in der BBL Verträge unterschrieben. Die Ausnahme ist Guido Grünheid; der Routinier wechselt in die zweitklassige ProA und spielt in der neuen Saison für Science City Jena.

Allein für Energiebündel Antonio Graves und den Dreierspezialisten Chad Toppert hat sich noch kein neues Engagement ergeben. „Ich freue mich, dass fast alle meine Spieler neue Verträge haben“, sagt Ex-Coach Tyron McCoy, „es zeigt, dass wir gute Arbeit gemacht haben.“ Seine Kollegen Martin Schiller (Ludwigsburg, BBL) und Pedro Calles (Vechta, ProA) haben neue Jobs als Kotrainer. McCoy selbst sucht aber noch – von Quakenbrück aus. Das heißt für ihn „viel reisen, viel Basketball schauen, bei anderen Trainern hospitieren – lernen.“


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