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Lizenz von Braunschweig gekauft Artland Dragons : Neuaufbau in der ProB

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Versuchen den Neuaufbau: Günter Wangerpohl, Abteilungsleiter QTSV Basketball (Mitte), mit Andreas Thelen, und (rechts) Heiko Boknecht. Foto: KamperVersuchen den Neuaufbau: Günter Wangerpohl, Abteilungsleiter QTSV Basketball (Mitte), mit Andreas Thelen, und (rechts) Heiko Boknecht. Foto: Kamper

Quakenbrück. Der Profibasketball in Quakenbrück hat noch eine Chance, wenn auch nicht mehr in der BBL. Nach dem überraschenden Rückzug aus der Bundesliga am letzten Sonntag stehen genau eine Woche später die Zeichen auf Neuanfang in der ProB. Auch das wird eine Mammutaufgabe, doch der Quakenbrücker TSV will sie stemmen. Er hofft dabei auf Unterstützung im Artland.

Kurzfristig hatte sich für Quakenbrück die Chance ergeben, das Teilnahmerecht der SG Braunschweig im unteren Teil der 2. Liga, der ProB Nord , zu erwerben. Am Freitag hatte der QTSV von Braunschweig die Zusage bekommen. Die Löwen Braunschweig hatten signalisiert, ihr ProB-Team zurückzuziehen und voraussichtlich mit Wolfenbüttel zu kooperieren. Auch Alba Berlin hatte Interesse am Teilnahmerecht bekundet. Hätte Alba den Zuschlag bekommen, hätte ein Neustart in der 2. Regionalliga erfolgen müssen.

„Es war ein echter Kraftakt“, sagte Günther Wangerpohl, Abteilungsleiter Basketball des QTSV. Das Geld für die Übertragung sei vom Verein gestemmt worden, sagte er. Zur Höhe der Summe und wie der Verein diese kurzfristig aufbringen konnte, wollte er nichts sagen.

Die ProB ist ein realistisches Ziel, den Profibasketball auch ohne die Millionenunterstützung des bisherigen Hauptsponsors und Eigentümers Günter Kollmann zu stemmen und damit der erfolgreichen Jugendarbeit eine Perspektive zu schaffen. Das sieht wohl auch Kollmann so, der einwilligte, dass sowohl der Name „Artland Dragons“ als auch Teile der Infrastruktur weiter genutzt werden dürfen. „Das macht es uns natürlich viel leichter“, sagte Wangerpohl, der an die Fans und Sponsoren appellierte, das neue Projekt zu unterstützen. 400000 Euro soll der Etat betragen. „100000 planen wir aus Einnahmen über Tickets und anderes ein, 300000 brauchen wir also noch.“ Bald will der Verein ein Konto einrichten.

Es muss schnell gehen. Am 30./31. Mai tagen die Klubs der ProB. Und diese müssen der Übertragung noch zustimmen – mit einfacher Mehrheit. Zudem ist eine Gebühr von 11250 Euro fällig.

Vor ein paar Tagen noch lautete das Ziel zwei Millionen Euro für den BBL-Erhalt. Doch die „Retter“ mussten erkennen, dass die Zeit zu knapp war. Sie und die Fanklubs erklärten sich bereit, das Projekt ProB mitzutragen – unter den Voraussetzungen: Neustart und Angriff. Der Weg soll in absehbarer Zeit wieder nach oben gehen. Davor aber steht der schwierige Neuaufbau. Die Strukturen sind da, noch sind viele Fragen offen. Das Wichtigste aber: Es gibt eine Perspektive.


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