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08.05.2015, 22:30 Uhr KOMMENTAR

Artland Dragons: Die goldene Mitte

Ein Kommentar von Susanne Fetter


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Quakenbrück. Das Aus der Dragons in der Basketball-Bundesliga war ein Schock in Quakenbrück und der Region. Jetzt könnte die Pro B ein realistischer Ausweg sein. Ein Kommentar zum Thema.

Basketball in Quakenbrück, das ist weit mehr als ein Spiel oder ein Team. Es ist Teil der Identität dieser Stadt, ja, der ganzen Region. Die Menschen, das machten sie auf dem Marktplatz deutlich, hängen mit ganzem Herzen an diesem Sport.

Noch halten sie so die Hoffnung auf den Erhalt der BBL am Leben. Doch nach der ersten Euphorie kommt langsam ein wenig Ernüchterung. Es ist schwierig, in so kurzer Zeit so viel Geld aufzutreiben.

Schon vorher war es nicht möglich, einen weiteren großen Sponsor neben Günter Kollmann zu finden, wobei nicht klar ist, wie intensiv auch danach gesucht werden sollte.

Finden sich nun auf die Schnelle keine großen Geldgeber, ist die Bundesliga leider wohl Geschichte. Es deutet vieles darauf hin, dass Günter Kollmann mit seinem spontan angekündigten Rückzug genau das bezwecken wollte.

Doch es gibt auch Signale, dass er einen neuen Anfang in der ProB mittragen würde. Es wäre eine gute Alternative – vielleicht sogar die goldene Mitte zwischen 1. Liga und Fünftklassigkeit, die sonst droht. Finanziell überschaubar, immer noch attraktiv für die Zuschauer und mit einer Perspektive für die erfolgreiche Jugendarbeit. Ohne Profiteam als Leuchtturm hätte sie langfristig kaum eine Chance. Und dann fehlt bald ein noch größerer Teil der Identität.


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