„Uns fehlt im Moment der Glaube“ Großer Frust bei den Dragons nach der nächsten Niederlage

Mit 15 Punkten zweitbester Drache gegen Hagen: Lawrence Hill (M.). Foto: Rolf KamperMit 15 Punkten zweitbester Drache gegen Hagen: Lawrence Hill (M.). Foto: Rolf Kamper

Quakenrück. Am Ende gab es von den eigenen Fans Pfiffe – und der Kapitän konnte es sogar verstehen. „Wir haben die Schnauze voll, so oft in den letzten Sekunden zu verlieren, wie die Fans auch“, sagte Anthony King mit finsterer Miene: „Es ist einfach schrecklich.“ Ehrlicher geht es nicht.

Nichts als Frust hatten die Dragons im Dezember erlebt. Und nun auch noch dieser schlimme Abschluss gegen Phoenix Hagen, deren Fans ausgelassen in der Artland Arena den 85:81-Sieg feierten. Schon vor der Partie war die Truppe bester Stimmung. Die BBL hatte den Einspruch der Crailsheimer gegen die Wertung des Spiels abgelehnt, zu dem der Aufsteiger zu spät angereist war. „Seht ihr Crailsheim, so wird das gemacht“, sangen die Fans. Auf dem Feld zeigten dann die Hagener den Dragons, wie man am Ende knappe Spiele gewinnt: mit Selbstvertrauen und Konsequenz.

„Wir können einfach keine Spiele mehr beenden. Das müssen wir wieder “, sagte Trainer Tyron McCoy und gestand: „Das ist der schwerste Moment in meiner Karriere als Trainer. Wir müssen jetzt einen Weg aus diesem Loch finden.“ Und das so schnell wie möglich. Das erste Saisonziel wackelt gerade: Die Teilnahme am Pokal. „Dass es hier schlecht aussieht, haben wir uns selbst zuzuschreiben“, erklärte David McCray.

Nach all den knappen Niederlagen in der BBL und im Pokal, die die Dragons in dieser Saison bereits kassiert haben, meint der 28-Jährige, dass es „mittlerweile auch ein mentales Problem“ ist. „Uns fehlt der Glaube, einen Vorsprung über die Zeit zu bringen“, sagte er.

Am Samstag müssen die Dragons bereits in Braunschweig ran, danach gibt es wegen des Allstar-Spiels eine Pause. In die wollen die Drachen nicht mit noch einem Negativerlebnis gehen.


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