Nur acht Fans feiern in der Arena Dragons enttäuscht nach Niederlage gegen Cantu

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Jubeltraube: Cantus Spieler feiern, die Drachen verlassen mit hängenden Köpfen das Feld. Foto: Rolf KamperJubeltraube: Cantus Spieler feiern, die Drachen verlassen mit hängenden Köpfen das Feld. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Eigentlich ist es in der Artland Arena bei den Heimspielen der Dragons immer sehr laut. Die Fans feuern ihr Team an oder laute Musik dröhnt in den Spielpausen aus den Boxen. Direkt vor dem Anwurf gegen Cantu herrschte allerdings einen Augenblick lang völlig untypische Ruhe – auf dem Feld und auf den Rängen.

Wegen eines toten Fans bei der Euroleague-Partie zwischen Galatasary Istanbul und Roter Stern Belgrad hielt die gesamte Halle kurz inne. Eine Geste, die ein Zeichen gegen Gewalt im Sport setzen sollte. Und so blickte man in ernste Minen rundherum.

Noch ernster, geradezu verschlossen und maßlos enttäuscht waren die Gesichter dann aber nach dem Spiel . Bastian Doreth zog sich beim Dehnen sogar die Kapuze seines Trainingsanzuges vor das Gesicht. Er mochte nicht reden. Sein Teamkollege David McCray brachte auf den Punkt, was wohl alle in der Halle dachten: „Das Spiel hätten wir auf keinen Fall verlieren dürfen. Am Ende ist wirklich alles schief gelaufen, was schief laufen kann.“

Keine Frage, diese Niederlage tat weh. Andreas Seiferth ist von diesen engen Spielausgängen komplett übersättigt: „Da lässt man sich fast lieber mit 20 Punkten aus der Halle schießen, dann weiß man wenigstens woran es gelegen hat.“

Die aus Cantu mitgereisten Fans – etwa sieben oder acht waren es – feierten ihr Team nach der Schlusssirene noch lautstark. Ihnen war es egal, dass es keinen 20-Punkte-Sieg gab.

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