Mit einem Sieg die Batterie aufladen Letzte Chance für die Artland Dragons im Eurocup gegen Cantu

Lawrence Hill 
              
              Foto: KamperLawrence Hill Foto: Kamper

Quakenbrück. Von ultimativen Ansagen hält Tyron McCoy in der Regel wenig. Der Coach der Artland Dragons weiß, dass es vor Spielen wenig bringt, seine Mannschaft unnötig unter Druck zu setzen. Zur Partie im Eurocup gegen Cantu am Dienstag (19.30 Uhr, Artland Arena) sieht das allerdings etwas anders aus. „Wir müssen gewinnen“, fordert McCoy.

Dem Trainer und seinem Team bleibt allerdings auch gar nichts anderes übrig. Sechs Spiele haben die Dragons in der Eurocupsaison bisher absolviert, fünf gingen verloren. Den einzigen Sieg bisher gab es im Hinspiel in Norditalien. 78:77 gewannen die Quakenbrücker in einer umkämpften Begegnung, in der sie zwischenzeitlich mit bis zu 18 Punkten geführt hatten.

Mit einem Sieg würden die Dragons ihre kleine Restchance auf die nächste Runde wahren. Auf dem vierten Platz, der zum Weiterkommen reicht, liegt aktuell Oostende mit drei Siegen und drei Niederlagen. Dort geht es für die Quakenbrücker dann nächste Woche hin, danach folgen noch die Duelle gegen Gran Canaria und in Dijon. „Wenn sich für uns die Chance bietet, wollen wir sie auch nutzen“, meint Tyron McCoy.

Wie die Dragons hat Cantu bisher auch nur ein Spiel gewonnen. „Sie brauchen den Sieg genauso wie wir. Allein deswegen wird es schon nicht einfach“, sagt McCoy. Im Vergleich zum Hinspiel stehen beiden Mannschaften jeweils wichtige Akteure wieder zur Verfügung. Bei den Drachen ist Lawrence Hill wieder am Start, Cantu wird mit James Feldeine seinen besten Punktesammler (13,8 Punkte im Schnitt) dabeihaben. „Ihn und Darius Johnson-Odom müssen wir vor allem stoppen“, warnt McCoy vor den beiden Aufbauspielern.

Darüber hinaus verfügt der Tabellenachte der italienischen Liga über ein sehr athletisches Team, sodass auch die Rebounds in den Fokus rücken. „Das wird ganz wichtig. Außerdem müssen wir wie in vielen Phasen des Hinspiels gute Würfe kreieren und müssen voll konzentriert sein“, fordert McCoy, dem wie schon in den letzten Partien alle Spieler zur Verfügung stehen.

Dass seine Mannschaft im Eurocup nicht besser dasteht, ärgert den Coach ein wenig. Drei Spiele haben die Dragons mit sechs Punkten oder weniger gewonnen. „ Nur gegen Oostende konnten wir eigentlich nicht gewinnen . Sonst hatten wir immer eine Chance“, sagt McCoy. Da das aber eben nicht geklappt hat, ist die Partie gegen Cantu jetzt umso wichtiger.

Nach einer anstrengenden Woche mit Auswärtsspielen in Lyon und Bayreuth haben die Dragons nun einige Tage in der Heimat. „Das ist wichtig, um die Batterie wieder etwas aufzuladen“, hofft McCoy auf einen positiven Effekt für sein Team. Ein Sieg würde das Ganze sicher noch etwas beschleunigen.


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