Die Torte soll ganz bleiben Dragons wollen perfekte Bilanz gegen Bayreuth behalten

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Bayreuth. Am Donnerstag ging es für die Artland Dragons von Lyon aus nach Hause. Es war eher ein Kurzbesuch als eine richtige Rückkehr. Arbeiten mussten die Quakenbrücker in der Zeit auch noch. Schließlich steht bereits am Samstag bei medi Bayreuth (18.30 Uhr) in der Basketball-Bundesliga die nächste Partie an.

Trainer Tyron McCoy musste nicht lange rechnen. „Wir sind um sieben angekommen, um zehn gestartet. 15 Stunden waren wir daheim.“ Und in diesen gab es auch noch ein Training. Immerhin, Zeit für ein kleines Geburtstagsessen blieb dem Coach auch noch und allen im Team eine Nacht im eigenen Bett. Ob es reichte, um den Akku aufzuladen? „Das werden wir Samstag um 18.30 Uhr sehen“, sagt McCoy: „Wir werden jedenfalls alles, was wir an Energie haben, zusammennehmen müssen.“

Drei Niederlage kassierten die Dragons zuletzt in Serie, bei allen war der Ausgang eng. Verlieren tut ohnehin schon weh, knapp verlieren meist noch mehr. „Deshalb ist das Spiel in Bayreuth für uns sehr wichtig. Wir wollen unbedingt wieder einen Sieg“, sagte McCoy.

Dass es nicht einfach wird, weiß das Team, das komplett die Reise im Bus antrat. „Klar wird das schwer“, meinte Lawrence Hill. „Aber selbst wenn es gegen ein ProB-Team gehen würde, wäre es im Moment ein schweres Spiel für uns.“ Damit der gute Saisonstart in der BBL nicht völlig verpufft, stehen die Dragons ein wenig unter Druck gegen einen ihrer offensichtlich liebsten Gegner.

In sogenannten Tortendiagrammen stellt die BBL auf ihrer Website vor den jeweiligen Spieltagen die Statistik der Duelle dar. In diesem Fall gibt es keine zwei Stücke, sondern nur ein großes. Den Dragons gehört die Torte allein. Acht Spiele gab es bisher gegen Bayreuth, achtmal gewannen die Quakenbrücker.

Letzte Saison ging es allerdings ziemlich eng zu. In Quakenbrück gab es ein 84:83, auswärts ein 78:75. Dabei waren auf Bayreuther Seite bereits unter anderem die Leistungsträger Ronnie Burrell, Phillipp Heyden und Ex-Drache Bryan Bailey.

Sieben Spieler sind neu im Team von Trainer Michael Koch darunter Aufbauspieler Trevon Hughes, der mit im Schnitt 15,7 Punkte, 4,8 Rebounds und 5,0 Assists auflegt. „Ihn und Brandon Bowman müssen wir vor allem in den Griff bekommen“, sagt McCoy: „Diese beiden geben offensiv den Ton an und die anderen folgen.“ Bowman (13,1 Punkte), der aus Vechta kam, und Center Javon McCrea (11,3 Punkte) sind offensiv die weiteren wichtigsten Pfeiler der Franken. „Sie spielen viel Eins-gegen-Eins und suchen den einfachen Weg zum Korb“, sagt McCoy.

Die Stärke der Bayreuther liegt allerdings mehr auf der anderen Seite des Feldes. Nur 71 Punkte lässt das Team im Schnitt pro Partie zu. Mit vier Siegen aus neun Spielen steht es auf Rang zehn der Tabelle, vier Plätze hinter den Drachen (sechs Siege).

Alle vier Erfolge fuhren die Bayreuther allerdings in der Oberfrankenhalle ein. Nur einmal gingen sie dort in dieser Saison als Verlierer vom Feld – beim 58:68 am 4. Oktober gegen Alba Berlin. Der Bilanz wollen die Dragons nun eine weitere Niederlage zufügen. Ihre Torte soll schließlich ganz bleiben.


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