Die Gegner der Artland Dragons (16) Bamberg: Neubeginn nach dem „fränkischen Erdbeben“

Von Malte Schlaack

Der neue starke Mann: Andrea Trinchieri hat in Bamberg jetzt das Sagen. Foto: ImagoDer neue starke Mann: Andrea Trinchieri hat in Bamberg jetzt das Sagen. Foto: Imago

Osnabrück. Als die Brose Baskets im Play-off-Viertelfinale vergangene Saison gegen die Artland Dragons ausgeschieden waren, setzte ein „fränkisches Erdbeben“ ein. Trainer Chris Fleming ging, der langjährige Geschäftsführer Wolfgang Heyder rückte ins zweite Glied, zudem wurde beinahe die komplette Mannschaft ausgetauscht. Alles neu also beim Serienmeister der Jahre 2010 bis 2013. Aber damit auch gleich wieder alles besser?

Der Trainer: Andrea Trinchieri ist ein hochinteressanter Mann. Der Italiener arbeitete mehrere Jahre in seiner Heimat sehr erfolgreich mit Pallacanestro Cantu (jetziger Gegner der Artland Dragons im Eurocup) und führte in der vergangenen Saison Unics Kasan (Russland) ins Finale des Eurocups. Der extrovertierte Trinchieri sieht sich auf einer Mission und könnte mit seiner Art genau der richtige Mann für den schwierigen Job in Bamberg sein.

Der wichtigste Mann: Bis auf Karsten Tadda und Elias Harris haben alle wichtigen Spieler den Verein verlassen. Bamberg wäre aber nicht Bamberg, wenn nicht absolut hochkarätiger Ersatz bereit stehen würde. Wie zum Beispiel Carlon Brown. Der Comboguard war zuletzt Topscorer der starken israelischen Liga und ist ein kompletter Spieler. Viel Verantwortung wird auch bei Spielmacher Brad Wanamaker liegen.

Das Umfeld: Nach dem Umbruch ist es in Bamberg beinahe logisch ziemlich unruhig. Den Fans gefällt aber die Zusammenstellung und auch, dass ihr Klub nach langer Zeit mal wieder der Jäger anstatt der Gejagte ist, hat seinen Reiz. Dennoch: Die Erwartungshaltung ist in Oberfranken hoch. Das neue Team muss schnell Leistung bringgen, sonst wird nicht nur Geldgeber Dieter Stoschek irgendwann nervös.

Die letzten zehn Jahre: Die Zahlen sind einfach nur beeindruckend. Seit 2005 waren die Brose Baskets sechsmal Meister und viermal Pokalsieger. In Europa lief es zwar nicht ganz so rund (nur 2006 und 2013 wurde in der Euroleague die Runde der letzten 16 erreicht), dennoch ist Bamberg mit Abstand die erfolgreichste deutsche Mannschaft der vergangenen Jahre.

Die Prognose: Der Trainer ist gut, die neue Mannschaft hat richtig viel Potenzial. Schaffen die Baskets es, schnell zusammenzuwachsen und kommen gut in die Saison, ist auch später in den Play-offs alles möglich. Werden im Normalfall härtester Konkurrent von Meister Bayern München.

Die Halle: Brose Arena. Fassungsvermögen: 6800 Plätze, Tickethotline: 01806/ 350000.

Gegen die Dragons: In Quakenbrück am 20. Dezember, Rückspiel am 24. April.

Weitere Gegner der Dragons sind die Walter Tigers Tübingen, medi Bayreuth, die Basketball Löwen Braunschweig,Crailsheim MerlinsBG Göttingen, die Crailsheim Merlins die TBB Trier , die Skyliners Frankfurt , Phoenix Hagen , der Mitteldeutsche BC , die MHP Riesen Ludwigsburg , Ratiopharm Ulm , die Telekom Baskets Bonn , die EWE Baskets Oldenburg und Alba Berlin.