Die Gegner der Artland Dragons (10) Mitteldeutscher BC: Realismus statt großer Träume

Von Malte Schlaack

Denker und Lenker: MBC-Trainer Silvano Poropat. Foto: ImagoDenker und Lenker: MBC-Trainer Silvano Poropat. Foto: Imago

Osnabrück. Der Mitteldeutsche BC ist neben Alba Berlin der einzige Verein in der Basketball-Bundesliga aus dem Osten Deutschlands. Die „Wölfe“ aus dem Städtchen Weißenfels sind nach der einer der besten Saisons in der Vereinsgeschichte auf dem besten Wege, sich in der BBL zu etablieren.

Der Trainer: Silvano Poropat ist ein hochdekorierter Mann. Der Kroate war 2012 bereits „Trainer des Jahres“ in der Pro A. Die gleiche Auszeichnung gab es in der abgelaufenen Saison noch einmal eine Etage höher. Nach der Topsaison und Rang neun mit dem MBC wurde er von seinen Kollegen, den Kapitänen der 18 BBL-Klubs und Medienvertretern zum „Trainer des Jahres“ gewählt. Poropat selbst bleibt ganz bescheiden. Er gibt den Klassenerhalt als einziges Saisonziel aus.

Der wichtigste Mann: Neben dem Trainer steht vor allem Simonas Serapinas im Fokus. Der erfahrene Litauer ist ein guter Werfer und hat viel Zug zum Korb. Dazu ist er auch noch ein starker Verteidiger, der aber ein großes Problem hat. Wegen einer schweren Knieverletzung hat der 32-jährige Routnier mehr als ein Jahr nicht gespielt. Kehrt er zu alter Form zurück, ist er ein unersetzbares Teil in Poropats Personalpuzzle.

Das Umfeld: Die Fans der „Wölfe“ sind heiß auf ihr Team. Fast hätten sie es in der vergangenen Saison in die Play-offs geschafft, das weckt natürlich Begehrlichkeiten. Eine Wiederholung erwarten zwar wohl nur die Wenigsten, allerdings steigt das Potenzial der Unzufriedenheit so natürlich auch an. Die drei Topspiele gegen Frankfurt, Berlin und München werden in der kommenden Saison in der viel größeren Arena Leipzig ausgetragen und bilden eine existentielle Grundlage für den schmalen Etat des MBC.

Die letzten zehn Jahre: Nach einer Insolvenz startete der MBC 2004 in der Regionalliga. Sofort ging es wieder in die 2. Liga, der Aufstieg in die BBL folgte 2009. Zwei Jahre hielt sich der Verein, bevor es wieder runter, aber auch sofort wieder rauf ging. Der neunte Rang in der letzten Saison war die beste Platzierung seit 13 Jahren.

Die Prognose: Der Kader ist recht unerfahren, wird von Poropat aber sehr gut gecoacht. Realismus tut dem MBC gut und so kann das Ziel nur der Klassenerhalt. Wozu der Verein trotz des schmalen Etats fähig ist, hat er zuletzt allerdings schon eindrucksvoll bewiesen.

Die Halle: Stadthalle Weißenfels. Fassungsvermögen: 3000 Plätze, Arena Leipzig. Fassungsvermögen: 7300 Plätze. Tickethotline: 01805/ 303435.

Gegen die Dragons: In Quakenbrück am 25. Oktober, Rückspiel am 17. April.

Weitere Gegner der Dragons sind die Walter Tigers Tübingen, medi Bayreuth, die Basketball Löwen Braunschweig,Basketball Löwen Braunschweig,BG Göttingen, die Crailsheim Merlins die TBB Trier , die Skyliners Frankfurt und Phoenix Hagen .