Die Gegner der Artland Dragons (9). Phoenix Hagen: Drauf, drauf, immer drauf

Von Malte Schlaack

Der wichtigste Mann: Hagens Spielmacher David Bell. Foto: ImagoDer wichtigste Mann: Hagens Spielmacher David Bell. Foto: Imago

Osnabrück. Die Spiele von Phoenix Hagen in der BBL sind immer ein Erlebnis. Die Mannschaft spielt einen unkonventionellen Basketball nach dem Motto: Drauf, drauf, immer drauf. Viel Tempo prägt das Spiel der Hagener, das interessanterweise zuletzt aber nur richtig in eigener Halle klappte. Das soll sich jetzt möglichst ändern.

Der Trainer: Ingo Freyer ist der Vater des Hagener Tempobasketballs. Der Ex-Profi hat sich diese Taktik überlegt und will auch in der kommenden Saison daran festhalten. Abstellen möchter er in Zukunft vor allem die eklatante Auswärtsschwäche. Nur vier Spiele gewann Phoenix in der letzten Saison in fremder Halle, zu wenig für höhere Ambitionen als ein Platz im grauen Mittelfeld.

Der wichtigste Mann: Was wäre Phoenix Hagen ohne David Bell? Vermutlich nicht viel. Der Amerikaner ist seit zwei Jahren der wichtigste Scorer und auch sonst der Chef im Ring. Trotz seiner teilweise sehr dürftigen Wurfquote aus dem Feld führt kein Weg an dem 33-jährigen vorbei, für den es gilt, die gute Form aus den letzten Jahren möglichst lange zu konservieren.

Das Umfeld: Die Fans in Hagen sind sich noch nicht ganz sicher, was sie von ihrer neuen Mannschaft halten sollen. Freyer und Manager Oliver Herkelmann haben zwar einige Leistungsträger gehalten, bei den Neuen ist die Anhängerschaft noch etwas kritisch. Besonders Todd Brown gibt mit schwankenden Leistungen in der Vorbereitung Grund zur Sorge. Dennoch: Seit Hagen wieder in der Bundesliga spielt, sind Jahr für Jahr mehr Fans im Schnitt in die Is chelandhalle gepilgert.

Die letzten zehn Jahre: Bäume haben die Hagener nicht gerade ausgerissen, seit sie im Jahr 2009 in die BBL zurückgekehrt sind. Platzierunggen zwischen Rang 16 und 10 deuten eigentlich auf ein Image als graue Maus hin. Große Ausnahme ist da die vorletzte Saison, als Phoenix sensationell Achter wurde und den späteren Meister aus Bamberg in der ersten Runde der Play-offs gehörig ärgerte

Die Prognose: Play-offs, Mittelmaß, Abstiegskampf: So überraschend wie Hagens Spielweise liegt auch die neue Saison vor den Westfalen. Potenzial hat das Team allemal, ruft es dieses ab, ist eine Spielzeit wie vor zwei Jahren denkbar. Tritt Phoenix aber auf wie zuletzt meistens auswärts, kann es auch schnell in die andere Richtung gehen. Auf jeden Fall werden die Hagener Spiele aber eins: eins Erlebnis.

Die Halle: Enervie Arena. Fassungsvermögen: 3145 Plätze, Tickethotline: 01805/6050400.

Gegen die Dragons: In Quakenbrück am 30. Dezember, Rückspiel am 15. Februar.

Weitere Gegner der Dragons sind die Walter Tigers Tübingen, medi Bayreuth, die Basketball Löwen Braunschweig,Basketball Löwen Braunschweig,BG Göttingen, die Crailsheim Merlins die TBB Trier , und die Skyliners Frankfurt .