Die Gegner der Dragons (5) medi Bayreuth: Mit Sicherheit ohne Kevin Durant

Von Malte Schlaack

Neuzugang: Trevon Hughes spielt nun bei Bayreuth. Foto: ImagoNeuzugang: Trevon Hughes spielt nun bei Bayreuth. Foto: Imago

Osnabrück. Vor der letzten Saison galt medi Bayreuth als Kandidat für die Play-offs. Es kam jedoch ganz anders, und die Oberfranken schafften so gerade den Klassenerhalt. Zur neuen Saison gibt es jetzt einige kleine Fragezeichen, aber auch Grund zur Hoffnung in der Festspielstadt.

Der Trainer: Anfang des Jahres hatte Michael Koch nach zuvor acht Jahren in Bonn die anspruchsvolle Aufgabe in Bayreuth übernommen. Er führte das Team zum Klassenerhalt und konnte jetzt erstmals ein Team nach seinen Vorstellungen zusammenstellen. Daran muss er sich messen lassen. Koch setzt mit dem körperlich recht kleinen Kader auf Tempobasketball und will gleichzeitig die Defensive stärken.

Der wichtigste Mann: Neuzugang Trevon Hughes kommt mit einigen Empfehlungen aus Trier. Der beste Balldieb der vergangenen Saison kreiert aus der Bewegung Würfe und kann gut zum Korb ziehen. Damit übertreibt er es zwar manchmal, dennoch gehörte er mit 14,9 Punkten im Schnitt zu den besten Scorern der Liga.

Das Umfeld: Nach der enttäuschenden letzten Saison wurden die Erwartungen in Bayreuth gleich wieder zurückgeschraubt. Dennoch verbinden die Fans auch einige Hoffnungen mit der neuen Spielzeit. Sätze von Trainer Koch, der sagt, dass der Abstand zu den Play-off-Plätzen so gering wie möglich gehalten werden soll, sind da natürlich Wasser auf die Mühlen der Anhänger.

Die letzten zehn Jahre: Basketball hat in Bayreuth Tradition. Untrennbar mit dem Namen Steiner verbunden, löste sich die Zusammenarbeit Ende der 90er-Jahre. Seit 2010 spielt der Verein, damals noch unter dem Namen BBC Bayreuth, wieder in der Bundesliga. Sportlich machte der Verein nur wenig Schlagzeilen, schaffte aber immerhin jedes Mal recht souverän den Klassenerhalt. Für Aufsehen sorgten die Oberfranken im Jahr 2011, als kurzfristig ein Engagement von NBA-Superstar Kevin Durant während des Spielerstreiks im Raum stand. Dazu kam es aber nicht.

Die Prognose: Schwer zu sagen. Die Mannschaft wurde mit Spielern wie Trevon Hughes oder Javon McCrea gut verstärkt. Dazu kommen gestandene Bundesligaspieler wie Ronnie Burrell oder Ex-Drache Bryan Bailey. Mit dem Sprung in die hart umkämpften Play-offs wird es aber dennoch wohl eher nichts. Der Klassenerhalt sollte unter normalen Umständen mit dem erfahrenen Coach Michael Koch aber auch kein Problem werden. Zusammengefasst eine Wundertüte mit Überraschungspotenzial.

Die Halle: Oberfrankenhalle Bayreuth, 3600 Plätze. Tickets: www.medi-bayreuth.de/vorverkauf.

Gegen die Dragons: Heimspiel am 23. November, Rückspiel in Quakenbrück am 21.März.

Weitere Gegner der Dragons sind die Walter Tigers Tübingen, die Basketball Löwen Braunschweig,Basketball Löwen Braunschweig,BG Göttingen, die Crailsheim Merlins und TBB Trier .