Die Gegner der Dragons (4) Basketball Löwen Braunschweig: „Löwen“ haben viele „Rudelführer“

Von Malte Schlaack

Ein Anführer: Immanuel McElroy ist einer der wichtigsten Spieler der Basketball Löwen Braunschweig. Foto: ImagoEin Anführer: Immanuel McElroy ist einer der wichtigsten Spieler der Basketball Löwen Braunschweig. Foto: Imago

Osnabrück. Wenn ein Team in der BBL seinen Namen ändert, hat es meistens damit zu tun, dass ein Sponsor groß einsteigt. Im Fall der Basketball Löwen Braunschweig sieht es etwas anders aus. Dort ist der langjährige Hauptgeldgeber abgesprungen, was natürlich Einfluss auf die gesamte Saisonplanung hat.

Der Trainer: Als Raoul Korner 2013 nach Braunschweig kam, war er der erste österreichische Cheftrainer der Basketball-Bundesliga. Der 40-Jährige hat schon viele Erfahrungen als Coach gesammelt und war in seiner Heimat und in den Niederlanden jeweils Meister. Sein Hauptaugenmerk liegt vor der neuen Saison auf der Defensive, wo er ein großes Steigerungspotenzial sieht. Ist neben seiner Tätigkeit als Headcoach auch noch Sportdirektor bei den Löwen.

Der wichtigste Mann: Diese Aufgabe verteilt sich in Braunschweig auf mehrere Schultern. Auf dem Feld führt Routnier Immanuel McElroy das Team, allerdings eher durch Leistung als durch Worte. Emotionaler Leader ist Kapitän Kyle Visser, der als einziger „echter“ Center aber auch auf dem Parkett wichtig ist. Eine Führungsfigur könnte auch Neuzugang Dru Joyce werden.

Das Umfeld: Hauptsponsor „New Yorker“ ist nach acht Jahren Engagement ausgestiegen und hinterlässt natürlich eine große finanzielle Lücke bei den Löwenstädtern. Die Erwartungen sind damit auch bei den Fans nicht besonders hoch, auch wenn viele Leistungsträger der vergangenen Saison gehalten wurden.

Die letzten zehn Jahre: Braunschweig gehört zur BBL, wäre 2006 sportlich aber eigentlich abgestiegen. Da die Liga aber aufgestockt wurde, blieben sie aber in der Liga un nutzten das. Die erfolgreichste Saison erlebten die Löwen 2010/2011, als sie in der Liga Fünfte wurden und das Pokalfinale erreichten. Seitdem ging es allerdings mit den Plätzen 7, 13 und 15 kontinuierlich wieder abwärts.

Die Prognose: Die Basketball Löwen sind schwer einzuschätzen. Auf der einen Seite verfügen die Braunschweiger über einige hochklassige Spieler, die im Kollektiv Top-Spiele abliefern können. Auf der anderen Seite präsentierte sich die Defensive vor allem auswärts so wackelig, dass in der gesamten Saison nur drei Spiele in der Fremde gewonnen wurden. Geld ist jedenfalls nicht viel am Start bei den Niedersachsen und so klingt die Zielsetzung von Trainer Korner („So lange wie möglich an den Play-offs schnuppern“) schon recht ambitioniert. Realistischer ist da, dass Braunschweig einige Favoriten ärgern wird und am Ende der Saison irgendwo im Niemandsland der Tabelle landet.

Die Halle: Volkswagen Halle Braunschweig, 6100 Plätze. Tickethotline: 0531/7017288.

Gegen die Dragons: Heimspiel am 3. Januar, Rückspiel in Quakenbrück am 7. März.

Weitere Gegner der Dragons sind die Walter Tigers Tübingen, medi Bayreuth,BG Göttingen,BG Göttingen, die Crailsheim Merlins und TBB Trier .