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Dragons und Europa: Sportlicher Reiz, Plus-Minus-Kalkulation und Alternativen im Kader „Jetzt kommen ganz andere Kaliber“

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Pau/Quakenbrück. Teil eins mit fünf Siegen sowie einer unnötigen Niederlage souverän geleistet, jetzt kommt Teil zwei in der Euro-Challenge auf die Artland Dragons in der Runde der besten 16 Teams in vier Vierer-Gruppen ab Mitte Januar zu. Einschätzungen, Prognosen und Perspektiven dazu.

Sportlich: Trainer Stefan Koch kennt die grundsätzliche Diskussion um den Wert an diesem Wettbewerb der Liga in Europa. Die Vorrunde mit Spielen gegen Pau, Szolnok und Nikosia hat sein Team nicht gefordert und entsprechend auch kaum weitergebracht. „Das wird jetzt zum Glück in der Zwischenrunde anders“, betont Koch beim Blick auf Antwerpen („zweistärkstes Team in Belgien“), Karsiyaka/Türkei („Zweiter in einer stärkeren Gruppe, als wir sie hatten“) sowie Lyubertsy/Russland („natürlich der Favorit in unserer Gruppe L“) als Gegner. „Das sind Gegner, die uns bestimmt weiterbringen“, ist sich Koch sicher. Ganz zu schweigen von dem, was David Holston zu Karsiyaka sagt: „Ich freue mich, gegen meinen alten Klub zu spielen.“

Finanziell: Geschäftsführer Alexander Meilwes bekennt sich zu den Spielen der Dragons in Europa, auch wenn er den sportlichen Wert erst ab der zweiten Runde sieht und nun auch ein Verhältnis zum Aufwand – vor allem auch in organisatorischer Hinsicht für die Geschäftsstelle der Dragons. So müssen nun postwendend zum Beispiel neben üblicher Flug- und Quartierbuchung die Pässe aller Spieler und Verantwortlichen zum Konsulat nach Hamburg gebracht und die Visa für Russland beantragt werden – eine formelle „Einladung“ aus Moskau als Voraussetzung. Eher ein kleines Minus als ein Plus erwartet Meilwes aus diesem Wettbewerb generell, der bei Fans nicht annähernd wie die Bundesliga angenommen wird.

Personell: Auf die Ausfälle von Christian Hoffmann (dafür Acha Njei), Bryan Bailey (Goran Jeretin) und Adam Hess (Brandon Thomas) haben die Dragons postwendend reagiert und sie damit aufgefangen. Fragt sich, was wird, wenn einer nach dem anderen zurückkehrt in das Teamtraining nach Verletzung. Am ehesten Hess, doch Thomas schlug auf Anhieb gegen Ludwigsburg und in Pau ein, auch wenn er sich noch „etwas müde“ sah nach Flug aus den USA und Umstellung sowie Zeit braucht, „damit ich besser bin“.


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