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„Darüber reden wir erst nach dem 28. April“ – Ibekwe im Schatten – Beens als Daumendrücker Würzburg oder Bayern? Noch kein Thema

Von Winfried Beckmann

Kinn an Schulter: Brandon Hunter (l.) und Nathan Peavy.Kinn an Schulter: Brandon Hunter (l.) und Nathan Peavy.

Bayreuth. Das Thema 20. Sieg ist vom Tisch. Und jetzt das Thema, wer denn nun der Gegner in den Play-offs ist? Kein Thema, noch kein Thema für Stefan Koch, der sich – wie es Trainer stets tun – auf das nächste Spiel konzentriert, ohne über den 28. April hinaus auf den Start der Play-offs am 5. Mai zu gucken. Ob wirklich Druck da war, den 20. Sieg und damit rechnerisch die Teilnahme zu sichern? Koch lächelte und gestand, Druck nicht wirklich gespürt zu haben, „dass wir das Ziel verpassen könnten“. Vorerst nun kein Gerede über den Erstrundengegner und wer es sein könnte (Würzburg oder München?), „denn das tun wir erst nach dem 34. Spieltag“. Nach dem 28. April, wenn es nach Tübingen ging, zuvor gegen Bamberg (7.), nach Ludwigsburg (11.), gegen Braunschweig (14.) sowie nach Bremerhaven (21.).

Erst zählte für Koch gestern, „dass wir das Spiel kontrolliert haben“, dass sein Team wie in Trier auch die Aufgabe Bayreuth hoch konzentriert angegangen sei. Freilich nicht, ohne die bei gutem Spiel nicht zu erklärende schlechte Dreier- (3 von 16) sowie vergleichsweise schwache Freiwurf-Quote (23 von 35) definieren zu können. Dass die Dragons dennoch in fremder Halle 51 Prozent aller Würfe trafen (Bayreuth 34), sprach für die hochprozentige Ausbeute von Bailey, Fenn, Thomas und Peavy.

Dabei tat den Dragons ein „Ex“ weniger weh, denn Ekene Ibekwe war bis zum fünften Foul 17:24 Minuten auf dem Feld bei 6 Punkten und 5 Rebounds. Dagegen hatten Fenn (18 und 9) und Peavy (15 und 11) viel mehr zu bieten.

Mehr als mancher Bayreuther auf dem Parkett hatte der Hallensprecher zu bieten, der die 3081 Fans zwei Stunden auf höchster Betriebstemperatur hielt. „Die hoch favorisierten Dragons führen, aber wo sind die Fans des BBC?“ Die musikalisch unterlegte Antwort der Kulisse: „Here we are.“ Gleiche Antwort auf die Erkenntnis: „Das hier ist eine Festung. Wir sind die Fans.“

Mittendrin saß Marco Beens, Ex-Manager der Dragons, der das Wochenende zu einem Besuch „bei den Flemings“ in Bamberg nutzte, und dann nebenan in Bayreuth seinen Ex-Klub erstmals nach dem Spiel in seiner neuen Heimat Berlin live sah. Und die Daumen drückte, auch wenn er seit seinem Abschied von den Dragons zum Volleyball noch nicht wieder in Quakenbrück war. Besserung gelobt.